Geschehnisse

Wegweiser

Informationen


Das Wetter schien die Situationen widerzuspiegeln. Aufgeheizt. Gefährlich. Doch wie sollte es auch besser werden? Hatten sie doch alle ihre Schlachten zu schlagen. Der zurückliegende Kampf… eine unklare Rangfolge, neues Rudel - wo zur Hölle sollte man da nur als Erstes hinschauen?

»»» weiterlesen

Anderthalb Jahre sind seit dem letzten Plot vergangen. Es ist Mitte Juli und langsam erkämpft sich die Sonne ihren Weg an den Horizont. Bei düsterem, wolkenverhangenem Himmel herrschen drückende Temperaturen, welche den Wölfen nach dem gestrigen Kampf zusätzlich zusetzen.

seit: 17. Januar 2007
SWEET NIGHTMARE » Organisation » t h e . i m p o r t a n t . th i n g s . » H i n t e r g r u n d . » Plotübersichten » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | Thema zur Szenenübersicht hinzufügen
(Benutzer im Thread aktiv: 1 Besucher)
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

I. Melodie von Sorge und Frohsinn



Bisher lebten sie friedlich nebeneinander her, oder besser gesagt unweit voneinander entfernt ohne etwas voneinander zu wissen. Verstreut in mehrere Himmelsrichtungen haben sie sich angesiedelt, an den unterschiedlichsten Orten der Erde, doch beziehen wir uns lediglich auf ein kleines Fleckchen davon. Kanada – das Land der Wöfe.
In der sie auch heute noch frei existieren dürfen und in denen sie es geschafft haben eine konstante Population aufzubauen.


Zeitungsartikel aus der New York Times, am 31. Mai:


Kanada, Yelloknife am großen Sklavensee:
die Anzahl der Mordfälle ist in den letzten Monaten um ein dreifaches Gestiegen, Kinder, Frauen und junge Männer wagen es kaum noch nachts einen Fuß vor die Tür zu setzen. Fast jede Nacht werden neue Opfer gefunden.
Wie uns ein Polizeisprecher mitteilte, handle es sich bei dem Täter um eine wahre Bestie:


„Die Opfer werden so übel zugerichtet, dass eine Identifikation kaum noch möglich ist! Die Anwohner der Stadt sind dringest dazu aufgefordert, sich in ihren Häusern aufzuhalten und nachts nur noch in Gruppen von min, 5 Leuten herauszugehen, wenn es nötig ist!“

Anwohner der Stadt Yellow berichten von alten Mythen und Legenden, viele verlassen die Dörfer bereits:

„Das ist kein Mensch mehr! Wir haben sie gesehen! Es sind Wölfe! Und sie greifen alles und jeden an, den sie auf ihrem Weg finden! Wir werden mit unserer Familie in die Großstadt ziehen, so wie die anderen auch, wir sind hier nicht mehr sicher!“

Umfragen in der Region um Yelloknife ergaben immer wieder das gleiche Ergebnis. Anscheinend haben sich die letzten Wölfe, die in Kanada herumstreunen, zu einem Rudel gefunden und jagen das was sie noch finden können.
Die Regierung warnt dringest, nicht aus den Häusern zu gehen.


Das war es also. Der Anfang der großen Jagd auf die Wölfe. Und das wegen einer irren Gruppe Menschen, die sich als Wölfe verkleideten. Warum verstanden wir damals nicht. Und doch habe ich sie gesehen. Diese…Mörder. Mörder die gleich auf zwei Seiten töteten, ihre eigenen Rudelmitglieder und dann noch uns Wölfe.
Wir waren doch schon vorher so wenige..und nun?! Wie soll es jetzt noch gelingen sich auch nur ansatzweise gegen diese Scheusale zu wehren? Alleine schafft das keiner von uns. Doch wie die ganzen verstreuten Seelen zusammenführen?
Zu einer Familie? Beten wir zu den Himmelslichtern, dass sie jenen den Weg weisen mögen, die nicht weiter wissen…

Wie sollte es nur weiter gehen, mit dem friedlichen Rudelleben? Zwei Rudel schienen von ihrer Existenz grundlegend bedroht zu werden, denn nun inzwischen griffen die Menschen zu härteren Mitteln als zu ihren Waffen. Sie beginnen Feuer zu legen um die „Pest“ auszuräuchern und aus ihren Verstecken zu locken. „Elendig verrecken“ sollten sie und das war es auch was auf viele Rudelmitglieder wartete – der qualvolle Tot in den Flammen, oder durch die Gewehre der Menschen.
Ein Funken Hoffnung jedoch bestand darin sich aus der Not heraus zu verbünden – Verbünden in Frieden um miteinander dem Leid entgegen zu treten und um sich eventuell sogar auf die Suche nach einem neuen Gebiet zu machen. Es lag nun an jedem selbst zu entscheiden wie weit er gehen würde um sein Leben zu retten und ein neues beginnen zu können!

23.05.2013 21:10

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

II. Die Hoffnung stirbt zuletzt



Die Berge waren es, welche den Wölfen in ihrer Not Schutz bieten sollten. Zumindest hieß es so. Doch schnell sollten die Vierbeiner feststellten, dass auch diese nicht alles Leid und jeden Schmerz von ihnen fernhalten konnten. So schafften es die Menschen mit ihren Gewehren ein tiefes Loch ins das Herz der Sweet Nightmare zu reißen; sie brachten Liaryl, die Alphafähe, zur Strecke und verbrannten ihren toten Leib auf dem Rudelplatz, direkt vor den ungläubigen Augen deren Gefährte Kasuka und dessen Freund Mortanius, bis zur Unkenntlichkeit.

Es war ein herber Schlag ins Gesicht, ein vernichtender Schlag seitens der Menschen gegenüber der Wolfspopulation. Die Zweibeiner führten einen erbarmungslosen Krieg und machten auf ihrem zerstörerischen Weg mit der Macht des Feuers keine Gefangenen. Ihre Absicht den Wölfen zu Leibe zu rücken hinderte sie nicht daran, auch den anderen Tieren der Wälder zu Nahe zu treten und ihre verbrannten Kadaver zu erdulden. Schwund gab es immer. Und so schafften es viele Tiere, sowohl alt als auch jung, gar nicht erst vor den Flammen, den Jagdhunden und den Gewehrkugeln zu fliehen, und erlagen eben jenen. Viele der Wölfe waren in blanker Panik geflohen und hatten den Anschluss an ihr Rudel verpasst, blieben zurück und kamen ums Leben. Konnte man da von einem glücklichen Umstand reden, dass es gerade Menschen waren die all dem versuchten ein Ende zu setzen?

Nein. Denn obgleich andere Menschen gekommen waren um diesen Chaos, das alle in Tod und Verderben stürzte, Einhalt zu gebieten… es waren immernoch Menschen. Zweibeiner, die mit riesigen Löschfahrzeugen der Feuerwehr versucht hatten den großflächigen Brand in Schach zu halten und alles daran taten, das Feuer zu stoppen. Zweibeiner, Polizisten und Tierschützer, die diese Jäger nun zu den Gejagten machten.
Skeptisch standen die Wölfe nun der Menschheit gegenüber: auf der einen Seite waren sie es, die begonnen hatten Jagt auf sie zu machen und sie „auszuräuchern“, doch auf der anderen Seite waren es auch die Zweibeiner, die gegen ihresgleichen vorgegangen waren und versuchten die Wölfe und den Rest der Flora und Fauna zu retten.

Würde der neu dazu gestoßene Rüde mit seinen Worten schließlich doch Recht behalten? Er hatte es geschafft Schlimmeres zu verhindern; hatte den Alpha der Sweet Nightmare vor dem Lauf eines Gewehres gerettet, um ihm zu verkünden, dass nicht alle Menschen schlecht waren. Nicht alle Menschen seien böse. Doch die Meinungen gingen auseinander – jeder hegte seine eigene den Vorfällen gegenüber. Denn es gab immer zwei Seiten einer Medaille… Sie hatten Geliebte und Freunde verloren, wussten nicht wie es um sie stand oder mussten sich der Gewissheit hingeben, sie nie wieder zu sehen. Doch andererseits… trafen sie auf andere, vollkommen unbekannte Wölfe, die ihnen vielleicht Trost spenden konnten, die zu neuen Freunden werden konnten und der gemeinsame Feind schweißte sie enger zusammen…

Es hatte Stunden gedauert, bis alle Wölfe in der sichern Zufluchtsstätte im Schutz des Berges angelangt waren. Noch länger dauerte es, bis die einzelnen Grüppchen wieder zusammenfanden… doch letztlich würde es so kommen. Die Wölfe der Sweet Nightmare fanden sich im felsigen Bergmassiv zusammen, während die Verruchten sich nahe dem Wasser aufhielten und auch dort irgendwann aufeinandertreffen mussten.

23.05.2013 21:15

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

III. Auf neuen Pfaden



Als die Sonne an diesem Morgen aufging warf sie ihre Strahlen auf ein einstiges Schlachtfeld, das nun lebensleer und still dalag. Die Asche hatte sich wie ein grauer Teppich über den Wald gelegt aus dem nur noch schwarze Bäume hervorragten, wie Telefonmasten. Das Bild mochte dem des Winters ähneln, hatte aber etwas noch viel trostloseres an sich, als es die kalte Zeit je hätte vollbringen können. Der Wald war wie leergefegt, es schien kein Leben mehr dort zu existieren, nicht eine Spur durchriss die Aschendecke und kein Vogel sang in den kahlen Ästen.

Es war als hätten die Menschen ihr Werk vollbracht die Wölfe auszulöschen, damit sie nie wieder ihre Nutztiere befielen oder in den Städten auftauchten und Angst und Unsicherheit in Frauen und Kindern hervorriefen. Aber dem war nicht so. Ja, es mochte stimmen sie hatten diesen und jenen in die Tiefe gerissen und enge Verbände zwischen einzelnen Mitgliedern des Rudels zerstört, aber indem sie all die fremden Wölfe ebenso zusammengetrieben hatten, hatten sie auch das Gegenteil bewirkt. Die Rudel hatten sich vergrößert, neu formiert und die einzelnen Tiere hatte an Zusammenhalt und Kraft gewonnen.

Die Sweet Nightmare hatten zum Großteil wieder zueinander gefunden und über Nacht war durch den stetigen Andrang von Neulingen eine große Gruppe entstanden. Wie gut war es da, dass die Zweibeiner nichts von dieser Wolfsgruppe wussten, die nun noch größer war als zuvor? Unter der Leitung Kasukas hatte dieses neu entstandene Rudel einen sicheren Platz aufgesucht um dort die Nacht durchzustehen und alles weitere zu planen. Und dort waren sie nun die Wölfe der Sweet Nightmare umgeben von Sichtspendenden Felsen lagen sie, ausgeruht oder noch gepeinigt von den Strapazen des Feuers und lauschten den Worten des grauen Rüden, der ihr baldiger Alpha sein würde, wenn sie denn blieben. Er stand hoch auf einem Felsen der ihm die Sicht auf all die Wölfe vor sich gab, während die Morgensonne sein Fell zum glänzen brachte und sprach Worte die nicht nur dazu da waren die weiteren Pläne zu erklären, sondern auch um den verirrten Seelen neuen Halt zu geben.

Die Verruchten aber wussten noch nichts von den Plänen des zweiten Rudels, nicht einmal über dessen Aufenthalt waren sie sich im klaren. Sie wanderten zerstreut durch verbranntes Land oder suchten sich Orte an denen wie eh und je noch das Grün wuchs. Endlich konnten auch sie zur Ruhe kommen. Denn, da sie anders als die Sweet Nightmare nicht die Flucht in die Berge gesucht hatten, war es den Menschen gelungen sie erneut zusammenzutreiben und den ein und anderen zur Strecke zu bringen, darunter den schwarzen Rüden Azrael, der Kasuka stets nach dem Leben getrachtet hatte. Doch dieser Schlag konnte den Verruchten nichts anhaben, sie vertrauten auf ihre eigene Kraft und nicht auf die einer Gruppe und so hatte sich nicht viel verändert. Wie stets wanderten sie allein oder in kleinen Grüppchen umher. Der einzige Unterschied war vielleicht, dass sie nun weiter als sonst in das Revier der Sweet Nightmare vordrangen und sich allmählich dessen bewusst wurden, dass sie die letzten Wölfe in diesen Wäldern waren.

23.05.2013 21:15

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

Seit zwei Monaten besetzt das Rudel nun das Tal und allmählich stellt sich eine gewisse Heimeligkeit bei den Wölfen ein. Noch sind nicht alle Winkel des Waldes und der Taiga untersucht, doch in der neuen Rudelhöhle fühlen sich die meisten bereits pudelwohl. Mit der wiedereingekehrten Ruhe können sich die Wölfe endlich wieder um die wichtigen Dinge im Leben kümmern.

Die noch nicht festgelegte Verteilung der Ränge ist momentan die Schlagzeile bei den SN. Jeder bemüht sich darum gut dazustehen und sich bestmöglich ins Rudel zu integrieren. Aus eben diesem Grund haben sich die Interessen der einzelnen Rudelmitglieder auch schon etwas herauskristallisieren können, was den Rangtieren ermöglicht hat den Nachmittag etwas aufregender zu gestalten, bisher war es nämlich sehr ruhig geblieben im Tal. So wurden die zukünftigen Gammawölfe losgeschickt um die Grenzen festzulegen und das Revier wenn nötig zu verteidigen. Selbstdisziplin und Eigenverantwortung wurden dabei großgeschrieben. Sie sollten sich selbst an den alten Markierungen orientieren und eigene Entscheidungen treffen, während man sie aus dem Hintergrund bei ihrer Arbeit überwachen würde.
Ebenso erging es den zukünftigen Delta-Wölfen die gemeinsam zur Jagd aufbrechen sollten. Dabei mussten allerdings die großen Karibus und Hirsche geschont werden da sie gerade in der Brunft waren und man der Population keinen solchen Schlag versetzen wollte. Auch die Jäger sollten selbst einen Weg finden an genügend Beute zu kommen, selbst ihre Techniken ausprobieren und lernen ob mit Teamarbeit oder als Einzelkämpfer das Ziel zu erreichen war.
All das würde sich auf ihre späteren Ränge auswirken. Und auch Kiyan und Marcin bekamen eine Aufgabe zugeschrieben, die dem Verhalten entsprach, welches sie innerhalb der letzen Wochen an den Tag gelegt hatten. Sie sollten den Nachmittag damit verbringen die Welpen zu unterrichten. Sei es sie auf Ethik und Regeln hinzuweisen, ihre Kenntnisse über Sagen aufzufrischen, oder ihnen Jagdtechniken zu erlernen, war ihnen selbst überlassen. Allerdings wurden auch sie bei ihrer Arbeit überwacht.

Die übrig gebliebenen Wölfe wurden aber auch nicht mit Langeweile bestraft, denn zum einen trafen schonwieder einige Neulinge im Revier ein, zum anderen, war ihre Ankunft im Tal keineswegs unbemerkt geblieben. Ein Rudel, bekannt als die Waldläufer machte sich zur Höhle der SN auf um diese willkommen zu heißen und zu sehen wer da in ihre Nachbarschaft gezogen war. Ob sich Frieden oder Hass zwischen den Rudel ausbilden würde war noch ungewiss.
Fest stand jedenfalls, dass auch die Waldläufer nun zur Nachbarschaft gehörten, ebenso die Verruchten, von denen die Sweet Nightmare bisher noch keine Notiz genommen hatten.

Beide Rudel hatte sich innerhalb der vergangenen Monate gut in ihrem Umfeld eingegliedert, eine Rudelhöhle gefunden und ihre Grenzen abgesteckt. Nun galt es nur noch zu sehen wer da noch alles so nahe vor der Tür lebte. Und da sich das Revier der Waldläufer im Zentrum der beiden anderen befand und sie Diplomaten waren, beschlossen sie an diesem Nachmittag wie gesagt beiderlei Rudel einen Besuch abzustatten um alles wichtige zu besprechen. Einmal von diesen Ratstreffen und den Rang-Herausforderungen abgesehen, war dieser Abend ein ruhiger im Tal. Sich einander kennenlernen, war das einzige was an der Tagesordnung stand, sowohl bei den SN, als auch bei den Waldläufern und den Verruchten. Stress hatte es zuletzt genug gegeben.

23.05.2013 21:16

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

VII. Tödliches Schneefallen



Noch ehe der Abend des verregneten Herbstages angebrochen war, hatten die Sweet Nightmare sich an einem Ort versammelt. Die letzten rotlodernden Sonnenstrahlen tränkten den Himmel in ein Farbenspiel welches man nur in dieser Farbintensiven Zeit sehen konnte. Spürbar breitete sich die Kälte der anstehenden Nacht aus, während die Sweet Nightmare sich an einem Ort versammelten. Den angehenden Deltas war es gelungen genügend Beute für das Rudel zu erlegen und nun scharrte sich das Rudel um das gerissene Gut. Die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Jagd sprach für die Wölfe und somit bewehrten sich die ersten um als ein Teil des Ganzen gesehen zu werden.

Während der Hatz der einen, hatten die anderen einen Weg gefunden durch welchen sie auf die Waldläufer trafen. Mit dem unbekannten Rudel wurden einige Worte gewechselt, bevor man sich auf eine gemeinsame Allianz einigte um beiden Rudeln mehr Stabilität zu geben. Es waren die Wölfe Skyrim und Katthya gewesen die auf den Leitwolf Kasuka und die Wölfin Liaryl getroffen waren. Letztere schien nach mehreren Umständen endlich wieder ihren Weg zurück zu den Sweet Nightmare und somit auch zu Kasuka gefunden zu haben.

Allerdings durften nicht nur die Sweet Nightmare Zuwachs begrüßen sondern auch die Waldläufer. Denn während Skyrims und Katthyas Abwesenheit hielt Oblivion am Rudelplatz die Stellung und wurde durch neue Mitglieder überrascht die den Wunsch äußerten aufgenommen zu werden oder bereitwillig in den Armen des Rudels empfangen wurden. Zu jenen gehört auch der Silberling Ashur, Sohn Lannecs, dessen Vater ihn verstoßen hatte und nun Zuflucht bei dem neutralen Rudel fand.
Verluste hingegen mussten die Verruchten beklagen als sie sich verzweifelt dem Grizzly aus der Höhle stellten um ihr Refugium für sich zu beanspruchen. Nach einer erfolgreichen Vertreibung wurde der Ausmaß des Schadens erst sichtbar und es ist eine deutliche Schwächung für diese Zweckgemeinschaft die wohl einiges Leben aufs Spiel setzen kann.

Inzwischen sind drei Monate ins Land gezogen, in denen sich nicht nur die Gemüter der beheimateten Wölfe abgekühlt hatten, sondern auch die Temperaturen drastisch gesunken waren. Der erste Frost hatte zur Folge, dass auch die letzten Blätter ihren Weg gen Boden fanden und letztendlich unter einer dicken, hellen Schneedecke begraben wurden. Das letzte Festmahl welches die Deltaanwärter der Sweet Nightmare im Herbst erlegt hatten liegt noch in guter Erinnerung aller. Getrübt wurden die schönen Träumereien von Schlemmerein durch das karge Magenknurren, denn der Wintereinbruch war unerwartet früh gewesen. Seitdem hat man kaum noch ein Tier gefunden das ganz bei Sinnen war. Die einen hielten ihren verdienten Winterschlaf, während die anderen fort gezogen waren oder unter den Schneedecken gar nicht erst nach dem Futter suchten. Beute in jeglicher Art, ob nun pflanzlich oder laufend auf vier Beinen, war eine Rarität geworden.

Im Revier der Sweet Nightmare verdunkelt sich im Laufe des Tages der klare Himmel und eine graue schwere Wolkendecke verhängt die Sicht. Es scheint als wolle der Himmel von einem erdrückendem Unheil künden, welches auch den letzten Odem aus der Brust drückt. Ein lautes Knacken ist zu hören und dann wieder Stille. Ratlos blickt jeder Einzelne in die fragenden Gesichter der anderen. In der Hoffnung Antworten zu finden, doch diese blieben aus.

23.05.2013 21:19

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

IX. Die Farben der Hoffnung



Der Winter war lange und kalt und vor allem mehr als erschreckend, denn durch eine Lawine bei den Sweet Nightmare wurden mehrere Rudelmitglieder verschüttet und konnten nur durch eine Rettungsgruppe und vereinten Kräften wieder befreit werden. Lange nagte der Stress und die Anspannung an den Wölfen doch schlussendlich konnte auch das nahezu überwundbare überwunden werden. Der Schnee schmolz wieder und Frühlingsgefühle hielten Einzug in die verschiedenen Rudel. Kaum einer vermutete dass so viel neues Leben den Alltag der Wölfe durcheinander bringen würde, doch tatsächlich wurden einige Fähen tragend. Nicht nur das Alphapaar würde zu ihrem Glück gelangen, sondern mit ihnen Stormcloud und Bodua, welche stolze Eltern von einem Welpen werden würden. Es bestand also nicht nur ein Grund um zu feiern!

Während all dieses Chaos vermutete man auch bei den Verruchten eine Schwangerschaft. Eigentlich kaum vorstellbar bei diesem verrückten und blutrünstigen Haufen. Sollte man zumindest glauben! Raisha erwartete Welpen und von wem war unschwer zu erkennen, da der silberne Mischling namens Lannec ihr nicht mehr von der Seite wich. Nanu, was war denn da passiert? Klar ist nur, dass seit einer Weile die Gerüchteküche hoch zu brodeln begonnen hatte. Was sich letztendlich von all dem Gerede bewahrheitet steht jedoch in den Sternen.

Auch bei den Waldlaufern stellt sich eine Umstellung ein denn. Nicht nur das zwei verwaiste Welpen zu ihnen gestoßen sind. Eine Menge neue Rudelmitglieder haben es ihnen in den Wintermonaten gleich getan und sich dem neutralen Familienrudel angeschlossen. Nicht nur das sie ein gleichgeschlechtliches Pärchen beherbergen, der Rudelrat besteht auch noch aus einem Geschwisterpaar und nicht wie gewohnt aus einem Alphapaar. Es bleibt also abzuwarten wie sich das Rudel weiterhin entwickelt und ob sie weiterhin so unparteiisch bleiben, wie bisher.

08.09.2013 12:51

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

X. Tränende Herzen und gejagte Seelen



Sweet Nightmare


Der Frühling hatte die Kälte gänzlich vertrieben. Hatte neues Leben in das Revier der Sweet Nightmare gebracht. Es herrschten angenehme Temperaturen und die Welpen hatten die Zeit damit verbracht, so viel wie möglich draußen herum zu tollen. Die Natur hatte zunehmend ihr frisches Grün zurück bekommen. Es gab immer reichlich zu fressen, es hätte nichts geben können was den noch immer anhaltenden Frieden hätte trüben können. Mortanius’ Abwandern auf der Suche nach seiner Tochter war ins Land gezogen und das Rudel hatte sich neu geordnet. Es gab ohnehin genug zu tun mit den quirligen Geistern zwischen ihnen, die das Leben toben ließen und vielen der Rudelmitglieder Freude bereiteten – es allen Recht machen konnte man eh nicht. Der Großteil der Wölfe beschäftigte sich damit, die sechs Mäuler zu stopfen und die sechs heranwachsenen Körper zu pflegen und vor allem sechs fragenden Wasserfällen mit Antworten gerecht zu werden. Und sie wurden ja auch schon aktiver. Die Läufe wurden sicherer und damit die Spiele ein bisschen ruppiger und längst war der größte Beuteerfolg kein Tausendfüßler und kein Schmetterling mehr, sondern vielleicht schon das ein oder andere Mäuschen, vom Winter geschwächt und unaufmerksam. Sie lernten das Leben kennen und blühten auf, wie der Frühling die Blumen lockte und die Sonne die Vögel.

Aber heute versteckte sich die Sonne hinter einem dichten, grauen Satin, so viel mehr als bloß ein Schleier, den der Wind zerreißen konnte. Es war ein trüber Tag und es würde wahrscheinlich gar nicht mehr lange dauern, da würden die Wolken Gewicht lassen mit dicken, schweren Regentropfen. So wie es bei den Waldläufern und den Verruchten schon der Fall war.
Aber noch war der Boden trocken und die Blumen streckten sich auf der Suche nach dem Sonnenlicht. Und dennoch war die Stimmung angeschlagen. Denn wie schon im vergangenen Winter machte sich eines deutlich bemerkbar: Die Altfähe Shiva würde nicht mehr viel Zeit mit ihnen verbringen können. Das Leben hatte schon angefangen ihren Körper zu verlassen. Ihr Fell hatte seinen Glanz verloren und ihr ausgezehrter Körper wurde nur noch selten von ihren zittrigen Läufen getragen. Alle hatten es gewusst, sie alle hatten gewusst, dass die weiße Fähe sie bald verlassen würde. Und als die Vögel in den Wipfeln der Bäume nach dem Tag riefen, da legte sich etwas über das Revier von Kasukas Rudel, das sie alle wissen ließ, die Stimme der Märchen würde heute verstummen.




Waldläufer


Der Tag hatte so ruhig begonnen wie all die letzten Tage. Gut, der Wind hatte sich gedreht und die Wolken hingen tief, dunkel und schwer am Himmel – so gar nicht frühlingshaft, gar nicht locker und leicht und fröhlich. Vor einer Stunde hatte es angefangen zu regnen und es sah ganz danach aus, als würde es eher schlechter als besser werden. Manche Seele mochte vielleicht schon das Grollen des Himmels hören, noch fern und dumpf, irgendwo hinter den ergrünten Baumwipfeln. Bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen fast ein Gruß aus einer anderen Welt.

Es war friedlich gewesen bei den Waldläufern. Niemand war in ein tiefes Unglück gelaufen und die Welpen, die den Weg ins Rudel ganz ohne ihre Eltern gefunden hatten, sie wuchsen heran und waren ein fester Teil der Gemeinschaft. Von vielen wurden sie umsorgt, ganz egal, ob sie ihre feste Bezugsperson gefunden hatten oder nicht. Der Nachwuchs war vielleicht etwas, dass sie ein bisschen mehr zusammen rücken ließ, schließlich hatten sie auch den ein oder anderen Wolf verloren. Kiyán zum Beispiel, der scheue Rüde mit den feurigen Augen. Aber viel größer war der Verlust von Skyrims Schwester und Katthyas Gefährtin Oblivion. Vor wenigen Wochen erst zurückgekehrt, hatte sie sich wieder auf den Weg gemacht. In die Ferne, an einen anderen Ort. Und plötzlich war von dem einstigen Rudelrat nur noch Skyrim übrig und dieses Mal würde Oblivion nicht zurückkehren und ihren Platz wieder einnehmen. Wie war es mit Neshan? Auch ein ein Rückkehrer. Vertraute ihm das Rudel genug, um ihm so viel Verantwortung zu übergeben? Oder würde es am Ende doch jemand anderes sein? Und war es überhaupt nötig, den Rudelrat zu erweitern? War Skyrim nicht gut allein zurecht gekommen? Und war der „Rudelrat“ vielleicht auch einfach nur eine Bezeichnung?

Es gab viele Dinge, über die man nachdenken konnte, vielleicht auch die Zeit hatte, sie abzuwägen und sich zusammen zu tun, um neue Grundsteine zu legen. Um zu entscheiden, wie es weiter gehen sollte. An einem ruhigen, grauen Regentag...

Manitu, Leda und Tuwa hatten das Rudel noch vor dem Regen zurückgelassen, um die Grenzen zu inspizieren. Eine Routine. Und es war auch ruhig im Wald, man hörte nur die Tropfen auf die Blätter fallen. Es war nur der Wald, der sprach. Monoton und liebevoll, wenn auch laut und kräftig. Aber zwischen die liebevollen Wassertöne malte sich plötzlich eine scharfe, biestige Stimme. Ein dumpfen Knacken in der Ferne, ein plötzliches Rascheln jenseits der Reviergrenze, gar nicht mehr so fern. Und dazu keine Duftnote in der feuchten Luft. Denn der Wind hatte sich gedreht und die Wolken hingen tief, dunkel und schwer. Würde es so ein ruhiger Tag bleiben, wie er begonnen hatte?




Verruchten


Er hatte es doch tatsächlich geschafft: er hatte es verpasst. Die Geburt seiner wohlmöglich letzten Welpen. Stattdessen hatte er sich mit Plagegeistern herumgeschlagen, mit denen, die nicht seiner Meinung waren, und mit denen, die ihn nicht ernst nehmen wollten. Doch obwohl Lannec nicht vor Ort gewesen war, so war Raisha doch nicht allein gewesen. Hatte der, der ihr Herz besaß, versucht, die Truppe auf Vordermann zu bringen, waren es doch ihre Liebsten gewesen, die ihr zu Hilfe geeilt waren, als sie schon dachte, sie müsste ihren Kampf allein kämpfen. Aber ihre Freundin Shatifa war da, zusammen mit Lucigar, dem alten Herren der Sweet Nightmare. Und auch Calean unterstützte sie, der einzige neben Lannec, der sie wohl bei den Verruchten hielt. Und so brachte Raisha fernab der meisten Verruchten zwei gesunde Welpen zur Welt.

Die Zeit war voran geschritten, die Kleinen hatten längst ihre Augen geöffnet und begannen nun, die Welt zu erkunden und all jene kennen zu lernen, mit denen sie ihr Leben teilen würden. Leider hatte es schon seit einiger Zeit angefangen zu regnen und es regnete mehr als dass es tröpfelte, aber das änderte nichts am Tatendrang der beiden Jüngsten. Heute war der erste Tag, an dem sie die Höhle verlassen durften. Endlich! Was machte da so ein trübes Wetter, bei dem man keine Sonne gesehen konnte und die Wolken fast auf die Baumwipfel drückte? Vielleicht war es ja auch jeden Tag so? Vielleicht war das normal, dass man nass wurde und sich die Pfoten im weichen Boden dreckig machte? Raisha würde zumindest alle Pfoten voll zu tun haben. Und auch die andere auf dem Rudelplatz würden sich vor so viel Energie wohl nicht verstecken können. Neues Leben konnte einnehmend sein. So einnehmend, dass man die Welt vergaß, die sich ohnehin nicht von der spannendsten Seite gezeigt hatte, nachdem die Wogen ein wenig geglättet und das Kriegsbeil zumindest ein bisschen verscharrt – oder einfach nur vertagt – worden war.

Ein Winseln, ein Hecheln drang durch den Wald, war noch gut auszumachen unter den Tönen des Regens. Eindringlinge? Ein anderer aus dem Rudel? Ein prüfender Atemzug half nicht weiter, weder Shane noch Alice. Der Regen machte ihre Nasen taub und der Wind tat sein übriges, den Gerüche fortzutreiben, weg von ihnen, weg Richtung Osten, weg zur Grenze. Dann ein Bellen. Ein echtes Bellen. Kein Ton, den ein Wolf von sich geben würde. Hatten sie sich das eingebildet? Sie änderte ihre Position und trafen aufeinander. Beide hatten sie den Rudelplatz verlassen und standen sich nun gegenüber. Beide mit der gleichen Frage im Kopf: ein Hund?

27.02.2014 19:37

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XI. Unheilvolles Erwachen



Sweet Nightmare


Der Tod der Altfähe Shiva Silveya nahm die meisten Wölfe der Sweet Nightmare mit, nur die wenigsten unter ihnen, und sie mussten wohl ein Herz aus Stein haben, nahmen keinen Abschied von der alten Wölfin. Sie war in den Jahren vieles Gewesen: Tochter, Gefährtin, Mutter, Großmutter oder auch einfach nur eine wahre Freundin. Doch nun war es Zeit, die Wunden heilen zu lassen und voran zu schreiten, hinauf in die Wolken und die Sterne. Und auch für die Wölfe des Rudels war schneller als sie erhofft die Zeit gekommen, Lebewohl zu sagen. Und vermutlich rückten alle Herzen in diesem Augenblick umso mehr zusammen, neue wie alte Wölfe, sie waren ein Rudel, eine Familie. Und hier standen sie. Gemeinsam.

Fast zwei Wochen war es nun her und es war ein schwieriger Prozess gewesen in den Alltag zurückzukehren. Und obgleich die Gedanken vielleicht noch nicht gänzlich verarbeitet waren, obgleich manche Seele noch nachts in die Sterne sah und den Verlust zu verkraften versuchte, sollten die Sweet Nightmare schon sehr bald eine neue Hürde in den Weg gestellt bekommen. Die Stille legte sich wie ein dunkles Tuch über die Gemüter, als die Grenzgänger plötzlich die Leiche einer verendeten Wölfin an einer der Grenzen fanden. Von einem seltsamen Geruch wurde berichtet, von einer Gefahr, die sie noch nicht zu benennen wussten. Schleichend kam sie, wie ein Dieb in der Nacht, noch konnten sie davon laufen, doch sie fürchteten, bangten, dass es bereits zu spät sein konnte. Nur eines wussten die Wölfe sicher, mit der Waldläuferin war auch die Gefahr zurück in ihr Revier gelangte.

Und tatsächlich zeigte das Unheil bereits einen Tag nach dem Auftauchen des Kadavers sein grausames Gesicht. Da sie nicht wussten, womit sie es zu tun hatten, hatten die Leitwölfe Kasuka und Liaryl schon frühzeitig ihre Welpen isoliert, gemeinsam mit einigen vertrauenswürdigen Seelen, die für die Sicherheit ihrer Jüngsten betraut waren. Die Parvovirose zeigte auch bei den Sweet Nightmare erste Symptome ihrer schmerzhaften Macht. Nun wussten sie es. Die Wölfin war also an der Krankheit verendet, vermutlich von den Waldläufern geschickt um sie zu warnen. Doch wovor? Und wie ging es dem befreundeten Rudel? Und wie schrecklich war diese Krankheit, wenn sie bereits einem Wolf das Leben genommen hatte? Sie hatten gerade erst eine Wölfin aus ihren Reihen verloren, sollten sie dem Tod schon so kurz darauf wieder begegnen?



Waldläufer


Zwei Wochen waren ins Land gezogen, zwei Wochen in denen die Waldläufer den Schrecken über das plötzliche Auftauchen der Menschen und Hunde verarbeiten konnten. Der Sturm schien jegliche Informationen über die ungebetenen Gäste mit sich genommen zu haben und schließlich verblassen auch die Gedanken in den Köpfen der Betroffenen zu Erinnerungen. Das Rudel selbst hatte sich gefestigt und einen neuen Rudelrat gewählt, der nun aus Skyrim, Manitu und Silthrim bestand. Auch weitere Wölfe haben sich dem Rudel angeschlossen.

Daraufhin waren die Tage ruhig verlaufen, kein Wolf hatte mehr seltsame Entdeckungen gemacht. Das Leben Schritt voran und nach dem starken Sturm klärte sich auch das Wetter immer mehr auf und ließ die ersten Anzeichen auf den nahenden Sommer erblühen. Der Wind wurde wärmer, die Wälder blühten auf und verführerische Düfte lagen in der Luft. Doch mit der Sonne kam auch die Gefahr, der Tod zurück in ihr Leben.

Katthya wurde als erste Aufmerksam auf den drohenden Verfall. Eine Leiche, unbemerkt von den Nasen und Augen der Rudelmitgliedern, vermutlich einer jener Hunde, der sie noch vor zwei Wochen gejagt hatte. Vernichtet von der Gewalt eines stürzendes Astes, jener gebieterischen Macht des Sturms. Die unwissende Wölfin, neugierig und angezogen von dem seltsamen, süßlichen Geruch trat heran und wurde der Ursprung, die Gefahr selbst. Sie musste das Rudel warnen! Doch dass sie damit die Krankheit mit Heim brachte, dies wusste bis vor zwei Monden noch niemand.
Die hastigen Worte die sie an Skyrim richtete, zogen auch den Rudelrat mit an den Abgrund, auf welchem sie alle in den nächsten Tagen balancieren würden. Skyrim schickte die Fähe zu den Sweet Nightmare, sie sollte das befreundete Rudel warnen, vor den Menschen, die er zu jenem Zeitpunkt noch als einzige Gefahr wähnte. Doch die geschwächte Katthya sollte ihr Ziel niemals erreichen.

Heute, kaum zwei Tage nach der seltsamen Entdeckung der Braunen, hatte sich die Lage grundlegend geändert. Die Krankheit hatte um sich geschlagen wie die Äste eines Baumes im Sturm. Nunmehr sechs Wölfe hatten sich bereits mit dem Erreger infiziert und litten nun unter den Symptomen der Parvovirose. Der verbliebene Welpe Nemo war hastig aus der Reichweite der Erkrankten gebracht worden, während Curran bereits einige Nächte zuvor verschwunden war, vermutlich war der Welpe Katthya gefolgt. Entgegen der wärmenden Sonne ist die Stimmung trüb, die Erkrankten waren von den Gesunden getrennt worden um weitere Ansteckung zu verhindern.



Verruchten


Während die verfeindeten Rudel sich mit Menschen und Krankheiten herum zu schlagen hatten, ging es den Verruchten eigentlich ziemlich gut. Scheinbar machte das Unglück einen großen Bogen um den verstreuten Haufen und mehr oder weniger fröhlich in den Tag hinein leben. Lannec hatte wohl den einzigen, wirklichen Aufruhr erzeugt, indem er Calean aus dem Rudel verstieß und daraufhin auch von seiner Gefährtin und der Mutter der zwei Welpen Norok und Maeva verlassen wurde, indem sie sich für Calean entschied. Das Ereignis warf einen dunklen Schatten auf die zerrüttete Gemeinschaft der Verruchten, mit langen, knochigen Fingern scheint er nach den Herzen jedes einzelnen Verruchten zu greifen. Getränkt durch eine rot glimmende Wut im Herzen ihres Wortführers.

Zu ihrem Glück wurde das zerstreute Rudel nicht weiter von den Menschen behelligt, ein paar bemerkten lediglich den Lärm und das Hundegebell an der Grenze zu den Waldläufern – aber die Gefahr blieb ihnen fern, wurde nichtig und schließlich gänzlich vergessen. Doch konnte jeder Läufer sehen, dass ihnen etwas fehlte. Sie waren kein Rudel, nur eine zusammenhanglose Gemeinschaft voll düsterer Seelen. Doch konnten sie wirklich ein Rudel bilden? Vermutlich lagen in jedem Kopf dieselben Zweifel, doch sie schwiegen und verfielen schließlich wie alle anderen gemeinschaftlichen Gedanken zu einer Handvoll Staub.

So lebt auch zwei Wochen später jeder für sich. Ob sie einsam sind? Wer weiß das schon zu sagen? Nicht einmal die Welpen scheinen wirklich Gemeinschaftssinn in den Wölfen zu wecken. Und während Lannec mit seiner schwelenden Wut Plan für Plan errichtet um seine geschworenen Feinde zu vernichten, so folgen ihm doch nur die wenigsten. Jeder für sich selbst. Doch wer kann draan schon etwas ändern? Vielleicht der neu dazu gekommene Corcas mit seinen befremdlichen Fantasien und dem verdrehten Weltbild? Wohl kaum, auch wenn man dieses Pulverfass sicherlich im Auge behalten sollte. Doch wer sollte sich dieser Aufgabe schon annehmen. Wir sprechen immerhin von den Verruchten…

Bislang wissen die Verruchten nichts von den erkrankten Wölfen und den somit geschwächten Reihen der verfeindeten Rudel. Doch was, wenn sie davon erfahren sollten? Lannec hatte wie immer seine Späher entsandt, die etwas Licht ins Dunkel der Stille bringen sollten. Denn die Ruhe ist selbst den Verruchten bereits aufgefallen.
Vielleicht, aber auch nur vielleicht könnte dieser Umstand Lannec eine Gelegenheit bieten, zumindest gegen eines der Rudel vorzugehen? Oder gar die Verruchten am Ende doch noch für einen Angriff gegen die Sweet Nightmare zu versammeln?

16.06.2014 17:19

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XII. Ein Unglück kommt selten allen



_ _ _ _ _ _
SWEET NIGHTMARE


Wie die Zeit doch vergeht. Endlos schien die Zeit in denen die Wölfe erkrankt gewesen waren, zäh wie Bienenhonig war sie durch die gebrechlichen Körper der kranken Wölfe geronnen und hatte nur langsam den Duft von Verfall und Krankheit mit sich getragen. Die Sonne hatte sich träge hinter den Wolkenbänken hervor gekämpft und mit dem hellen Himmelskönig schien sich auch die Kraft in die Leiber der Rudelmitglieder zurück zu schleichen. Und dann begann sie plötzlich zu rennen, brachte Morgen für Morgen den Alltag in ihre Welt zurück. Doch mit dem Alltag kamen auch die Erkenntnisse.

Zwar hatte die Erkrankung ihnen glücklicherweise keine Verluste eingebracht, jedoch hatte sich das junge Glück Freya und Malak vom Rudel abgespalten um ein eigenes Leben zu führen, eine eigene Familie oder gar ein Rudel zu gründen, wer konnte dies schon wissen? Eine größere Lücke hinterließ allerdings die Betawölfin Shatifa, welche sich nach langer Trauer schließlich doch dazu durch gerungen hatte, sich auf die Suche nach ihrem Gefährten Mortanius zu machen. So standen die Sweet Nightmare nun gänzlich ohne Betawölfe da und die Verantwortung wurde nur düster von einem anderen geschoben. Schließlich war es Kasuka gewesen, der nach mehr als zwei Wochen Trauer schließlich durchgriff und das Rudel wieder wach zu rütteln begann. Patrouillen wurden ausgesandt um die Grenzen des Reviers neu auszukundschaften und sich ein neues Bild über die Lage zu machen.

Heute, nach gut drei Wochen kamen Dastan und Kiara schließlich mit beunruhigender Neuigkeit zurück. Schon vor Sonnenaufgang waren die beiden Läufer losgezogen um noch einmal die Grenzen abzuwandern, dabei waren sie auf die deutliche Fährte fremder Wölfe gestoßen, eine größere Gruppe schien innerhalb des Reviers zu sein und hatte sich offensichtlich in der Nacht ungesehen genähert. Zum Schutze der Welpen hatte das Alphapaar nunmehr alle Wölfe auf dem Rudelplatz versammelt um die Fremdlinge entweder willkommen zu heißen oder zu vertreiben. Die Anspannung lag greifbar in der Luft, Furcht erfüllte die Luft und versengte die Lungen der aufgeschreckten Rudelmitglieder. Was würde dieser Tag ihnen bringen?


_ _ _ _ _ _
WALDLÄUFER


Bei den Waldläufern hatte die Krankheit ihren Tribut gefordert. Für sie alle war es wohl ein Schock gewesen, dass es Katthya gewesen war, welche die schreckliche Erkrankung in ihre Reihen gebracht hatte. Doch umso schmerzhafter war die Tatsache, dass die bunte Wölfin selbst leider nicht überlebt hatte. Cyan hatte die traurige Botschaft zu den Waldläufern getragen und noch Tage danach war die Trauer wie Regenwolken über ihnen greifbar gewesen. Nur schwermütig hatte das freie Rudel zurück zu ihrem Alltag gefunden.

Denn das Leben ging weiter. Floss mit jedem Tag dahin wie ein reißender Strom und manch einer hatte wohl Schwierigkeiten, nicht wie ein Ast an den scharfen Kanten und Spitzen unterhalb der Oberfläche zu zerschellen. Doch im Gegensatz zum Fluss des Lebens, wurde das Wasser in der lebenspendenden Quelle der Waldläufer immer weniger. Anfänglich war es nur wenigen aufgefallen, doch Tag um Tag wurde das Wasser immer weniger, bis heute nur noch eine dünne Pfütze das Flussbett bedeckte. Unruhe und Furcht hatten sich innerhalb des Rudels aufgetan, zwar war es nicht die einzige Wasserquelle der Vierbeiner, jedoch die zuverlässigste und naheliegende.

Schließlich war dem Rudelrat nichts anderes übrig geblieben, als zwei Gruppen los zu schicken um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Manitu, Daren, Tuwa und Keilir sollten dem trockenen Bett auf der einen Seite flussaufwärts folgen, während Aruya, Yazuac und Calem die andere Seite mit ihren Nebenästen erkunden sollten. So erhofften sich die Mitglieder des Rudels den bestmöglichen Erfolg. Sie alle fürchteten sich davor, was geschehen würde, wenn sie erfolglos blieben. Die restlichen Wölfe des Rudels blieben auf dem Rudelplatz um genügend Schutz für die Jungwölfe und den Welpen Nemo bieten zu können.


_ _ _ _ _ _
VERRUCHTE


Die Verruchten hatten von der Krankheit der letzten Wochen wenig mitbekommen. Sie war beinahe geräuschlos an ihnen vorbei gegangen, doch genau genommen hatte das lose Pack auch genug mit sich selbst zu tun. Nur widerwillig hatte Lannec das Angebot Sazhs angenommen und versuchte nun gemeinsam mit der grauen Fähe, den Verruchten zu neuem Glanz zu verhelfen. Allerdings schien dies bisher genauso aussichtslos, wie einem Stein das Laufen bei zu bringen. Die Gemüter der Wölfe lagen blank und das Misstrauen wirkte beinahe greifbar in der verstreuten Gemeinschaft. Ein Wunder musste her und dies wusste wohl jeder von ihnen, doch kaum einer war dazu bereit wirklich etwas bei zu tragen.

Während bei den anderen Rudeln die Zeit entweder viel zu schnell oder viel zu langsam verging, lebten die Verruchten in den Tag hinein und obgleich Lannec versuchte härter durch zu greifen und jegliches egoistisches Denken sogleich zu verhindern, schien der Weg schier zu lang und gespickt mit vielen, hinterlistig spitzen Steinen. Doch während bei den Wölfen die Gemüter wund und angeschlagen waren, waren es bei den Tieren die plötzlich auf den Rudelplatz zu gestürmt kamen, ganz andere Schmerzen. Ihre Hufe bluteten unter der Anstrengung des langen Weges, welchen sie schon gerannt waren und der mächtige Bulle an der Spitze konnte seine Herde nur umso schneller antreiben, mitten hindurch durch diese unbekannte, widrige Gebiet. Immer wieder rammte einer der massiven Büffel einen Baum oder viel über die Steine und Sträucher, die sich vor ihnen auf taten. Noch hatten ihre Jäger nicht aufgegeben, die gefährlichen Schatten schienen immer noch hinter ihnen her zu sein und mit der Panik in ihren Augen bemerkten sie gerade, dass sie sich da ganz von selbst einer neuen Schar Jäger näherten.

Das noch verschlafene Rudel der Verruchten bekam davon nur wenig mit. Einzig das dröhnende Beben schien immer näher zu kommen. Und vielleicht bemerkten es die ersten Läufer schon jetzt, doch sicherlich in den nächsten Minuten. Schneller, als es ihnen vermutlich lieb war. Doch was würden sie aus dieser Situation machen können? Eine wilde Büffelherde bedeutete Gefahr, doch gleichzeitig eine große Gelegenheit. Ein panisches, verletztes Tier war für ein Rudel Wölfe eine interessante Beute. Doch da stand wieder einmal diese Frage zwischen ihnen, konnten sie überhaupt als ein solches Rudel zusammen arbeiten? War es ihnen überhaupt möglich eines der Tiere zu erlegen? Waren sie überhaupt in der Lage sich selbst und die Welpen in Sicherheit zu bringen? Und wovor floh diese Herde überhaupt?

15.11.2014 19:24

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XIII. Eisige Wirklichkeit & stürmische Zeiten



_ _ _ _ _ _
SWEET NIGHTMARE


Fort. Einfach fort. Niemand hatte es in all dem Trubel mitbekommen. Erst als es zu spät war, ja, da merkten sie es. Die Sweet Nightmare hatten einen Schatz verloren, still und heimlich war er ihnen im Sturm entwischt. Die ganze Nacht hatte er gewütet, gemeinsam mit der Furcht vor dem Morgen, gemeinsam mit der Sorge und der Angst. Sie wurden zu schweigsamen Begleitern, führten die panischen Wölfe durch die Nacht und draußen schien das Ende der Welt gekommen. Verdammt zu warten, bis der Regen nachließ, der Wind abflaute und die Welt ihr Licht zurück schenkte, welches doch so fern erschien.

Erst am Morgen wagten sich die ersten Pelzträger wieder aus der sicheren Höhle. Nur der Regen war geblieben und vermischte sich nun wohl mit den Tränen der Mutter, dessen Herz die Angst eng umklammert hielt. Keine Spur. Der Sturm hatte jeden Hauch mit sich genommen. Die Erde lag still und verlassen da, durchnässt, wie auch ihre Zuversicht. Doch sie würden nicht aufgeben, er war doch ein kluges Kerlchen, er würde sich in Sicherheit bringen, oder… oder? Noch war nicht alle Hoffnung verloren, sie konnten ihn finden.

Und so waren sie los gezogen. Schnell aufgeteilt in mehrere Gruppen, der Plan schnell aufgestellt. Der Feind… oh, der Feind war klar. Sie mussten ihn entführt haben, es gab keine andere Möglichkeit. Er war fort und sie waren Schuld. Erneut wurden die Herzen getränkt doch diesmal war es keine Angst, keine Trauer, nein, diesmal war es die Wut die in ihrem Inneren tobte.


_ _ _ _ _ _
WALDLÄUFER


Wieso brachten sie die Angst nur mit sich? Es schien sich gerade erst alles wieder zu normalisieren. Erfolgreich hatten sie die Wasserknappheit bekämpft, welche der Biberdamm verursacht hatte. Einige Tage noch waren die Wölfe skeptisch gewesen, doch dann schienen die eifrigen Nager aufgegeben zu haben. Nun floss zumindest wieder genug Wasser im Fluss um damit leben zu können. Der Sturm hatte auch das freie Rudel nicht verschont. Doch bei ihnen war immerhin niemand verloren gegangen. Und doch, doch brachten sie die Angst mit sich. Die Panik stand in den Augen der Sweet Nightmare, als sie schließlich vor ihnen standen.

Doch was tun? Die Furcht und Nervosität steckte an und so wurden auch die Waldläufer rasch unruhig. Doch noch hatten sie kein Wort gesagt, diese fremden Wölfe die doch eigentlich Verbündete sind, nicht wahr? Es gibt keinen Grund ihnen zu mistrauen und doch… diese Furcht, sie ist beißend und krallt sich im Nacken fest. Schnell wurde das Rudel zusammen gerufen. Sie sollten sich nicht zu weit entfernen, die Erde war tückisch, in Zeiten wie diesen ihr Feind.

Doch was hatte die Sweet Nightmare hier hinaus getrieben? Was gab es so wichtiges, das sie sogar dem Wetter trotzen ließ? Nun sind alle Augen auf sie gerichtet, diese beiden Fremden, sie sind keine Feinde, nein… doch wie vertraut man jemandem, den man nicht einmal persönlich kennt? Wieso sollte man ihm helfen?


_ _ _ _ _ _
VERRUCHTE


Sie haben doch eigentlich genügend eigene Verluste zu beklagen. Die letzten Wochen waren hart für die Verruchten. Die Herde hatte große Verluste in ihre Reihen geschlagen und nur die wenigsten hatten sich in der vergangenen Zeit davon erholt. Und nicht nur, dass sie ihre Toten zu betrauern hatten, nein, auch Sazh war gegangen, ohne ein Wort, ganz heimlich war sie davon geschlichen. Die Gemüter lagen noch immer Brach und ein weiteres Mal schien Zusammenhalt nicht mehr als ein sinnloses Wort. Wie sollte sich dies auch jemals ändern, wenn man seinem Rudel so leicht den Rücken kehren konnte.

Der Sturm hatte das Rudel auf dem Rudelplatz festgehalten, was die Gemüter nur weiter aufgeheizt hatte. Die Fronten waren versteinert und hart und jene, die noch versuchten, Frieden zu stiften, versagten in den meisten Fällen kläglich. Der Regen peitschte unermüdlich auf sie nieder und auch wenn der Wind abgeflacht war, trug er doch eine markante Note mit sich. Wölfe. Fremde Wölfe. Nun gab es doch einen Vorteil, dass sie alle zusammen waren. Keiner wusste, wer die Fremden waren und was sie wollten, der Geruch war noch zu fern um Schlüsse zu ziehen. Doch ihre Wachsamkeit war geschürt.

In all dem Trubel hatte das Rudel kaum bemerkt, dass der Sturm auch bei ihnen einen Verlust hinterlassen hatte. Fehlte da nichts etwas? Sicherlich würde es Lannec auffallen und auch Nodin würde das Verschwinden seiner Schwester nicht entgangen sein. Und langsam machte sich auch bei ihnen die Sorge breit und die Angst kroch wie eisige Fänge in ihren Nacken. Wo, um alles in der Welt, war Maeva?

26.04.2015 18:56

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XIV. Die Spur der Gedanken



Dämmerung. Wie ein schützender Schleier hatte sie sich über die Gemüter gelegt. Die Hitze der Schlacht schien nach zwei Tagen immer noch nicht verraucht. Einer schwelenden Glut gleich lag sie in den Mägen der Wölfe, hatte Risse in ihre Herzen gebrannt und nicht nur einen sogar äußerlich verbrannt. Es gab so viele Zeitpunkte, die schweigend verliefen. Keiner wagte es die entscheidende Frage zu stellen. Wie sollte es weiter gehen? Die Feindschaft zwischen den benachbarten Rudel, der Krieg wie böse Zungen bereits zu munkeln begannen, schien vorerst seinen flammenden Höhepunkt erreicht zu haben. Doch Feuer brennt nur nieder, wenn es keiner mehr nährt und davon gab es genügende. Hatte es zuvor nur stellenweise Befürworter gegeben, so wurden die anfänglich nur flüsternden Stimmen nun lauter. Die Trauer, die Angst, der Hass. Negative Emotionen schienen in jedem einzelnen Kopf eingenistet zu haben wie Parasiten. Es würde nicht alles so bleiben, wie es gewesen war. Die neuerlichen Spannungen, sie waren erst der Anfang, soviel war sicher.

Doch noch waren ihnen die Pfoten gebunden. Sowohl die Sweet Nightmare als auch die Verruchten hatten bittere Verluste erlitten. Die Zeit war noch nicht genügend voran geschritten um die Wunden zu schließen, die entstanden waren. Wenn sie denn jemals wieder heilen würden. Die Leittiere hatten ihre Dämonen zu schlagen und vermochten wohl kaum an weitere kämpferische Handlungen zu denken. Die Hitze des Tages war unter den launischen Flügeln der nahenden Nacht ein wenig verblasst und ein kühlender Wind streichelte ihnen sanft um die Nasen. Viel war nicht über von der regen Beschäftigung der letzten Wochen. Das Ranggerüst der Sweet Nightmare schien erneut ins Wanken geraten zu sein, wie auch bei den Verruchten erneut Löcher im Gebilde erschienen. Doch noch blieb es ruhig. Dafür waren die Verletzungen an ihren Leibern und ihren Herzen zu stark. Jeder versuchte auf seine Art und Weise das geschehene zu vergessen. Doch wer hatte gesagt, dass dies so einfach war?

Und die Waldläufer? Ihre neutrale Immunität schien noch zu halten, doch auch in den Herzen des freien Rudels schien die Besorgnis fest verankert. Zwar hatten sie am schnellsten zur Normalität zurück gefunden, doch wie lange war ihre eigene Heimat, ihr Rudel noch sicher?

Für sie alle stand nur eines fest, ein freier Abend… ein hoffentlich ruhiger Abend. Nach all den Schrecken, die ihnen auf dem Weg begegnet waren.

01.07.2017 12:40

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XV. Gläserne Schicksale



Die Hitze hatte noch mehr zugenommen. Drückende Temperaturen zwingen die Wölfe in die Schatten oder in die Nähe der Flüsse und Seen, auch wenn ein Großteil sich in der Nähe des Rudelplatzes aufhält. Noch sind keine konkreten Pläne bekannt, doch bisher hat kein Wolf das Rudel verlassen, geschweige denn musste er es. Manta und Ranosz haben sich bisher ruhig gehalten und keine großen Ankündigungen gemacht. Langsam scheint es ein wenig ruhiger zu werden, auch wenn die Situation um Kasuka und Liaryl noch immer ein wenig angespannt erscheint. Würde es möglich sein, dass Rudel irgendwie wieder zu einen? Noch scheinen die Lager sehr gespalten und die Stimmen aneinander vorbei zu gehen. Sie reden, immer reden sie, Worte scheinen das neue Schutzschild geworden zu sein, doch wie viel würden sie bringen? Manch einer braucht offensichtlich länger, um sich mit der neuen Situation abzufinden, nur die Zukunft wird zeigen, wie es weitergehen wird.

01.07.2017 12:41

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XVI. Leicht geträumte Zuversicht



_ _ _ _ _ _
SWEET NIGHTMARE


Veränderung. Wie ein Windstoß jagte sie ein weiteres Mal über das Land. Fegte Blatt um Blatt davon und entwurzelte nicht nur die Gräser. Der Sommer, so sehr er noch immer tobte, neigte sich langsam dem Ende zu und die ersten Bäume verloren sich im bunten Farbenspiel der Natur. Und auch die Wölfe, jene leidgeplagten Kreaturen dieses Landes, wünschten sich mal um mal mehr, sich ebenfalls zu verlieren und dem auf und ab der Gedanken und Gefühle zu entkommen.
Wenn es nicht der Zwist zwischen den Welpen war, so preschte in den letzten Wochen die Last des Alphawechsels auf sie ein und ließ nicht nur Kasuka und Liaryl wenig Verschnaufpausen. Schließlich waren es Ranosz und Kasuka zusammen, welche die nötige Entscheidung trafen und das Rudel der Sweet Nightmare aus ihrer innerlichen Starre erlösten. Die Nordwölfe, Ranosz, Manta und Lukea würden weiter ziehen und sich irgendwo in den Bergen ein neues Leben aufbauen. Überraschenderweise entschloss sich die junge Fähe Aska und ihr Bruder Isak, die beide Freunde im Rudel gewonnen hatten, zu bleiben und nicht weiter mit ihren einstigen Rudelgenossen zu ziehen. All dies ist nun wenige Tage her. Der Herbst hatte einige Wanderer ins Tal getrieben, welche ebenfalls beschlossen hatten, bei dem noch reichlich zerrütteten Rudel zu verweilen.
er wieder genese Kasuka und auch seine Gefährtin Liaryl hatten in den vergangenen Tagen deutlich ihren wieder erhaltenen Rang demonstriert, auch wenn sie das Vergangene sicherlich gelehrt hatte, immer wachsam zu sein. Der Wind hatte die Veränderung erneut ins Tal geweht und just in diesem Moment verbreitete er die Stimmen des Alphapaares in der abendlichen Luft, welche ihr Rudel auf den Rudelplatz beorderten.


_ _ _ _ _ _
WALDLÄUFER


Die Sonne schien noch immer. Sie strahlte und grinste ihnen allen frech ins Gesicht, jenen, die geholfen hatten und doch so viel verloren hatten. Die Gefahr war bekannt gewesen, von Ohr zu Ohr getragen und doch hatte keiner von ihnen erwartet, dass dieser Preis so hoch sein würde. Unruhe und Trauer war ins Rudel gefahren wie ein Blitz und hatte vermeintliche, zart keimende Zuversicht zerstört und Hoffnung vernichtet. Nein, die Sonne sollte nicht mehr strahlen und so zufrieden wirken. Sie sollte nicht Tag für Tag weiter machen als wäre nichts gewesen. Weinen und Trauern sollte sie schreien und toben, wie auch die Wölfe, welche sie jedes Mal aufs neue heimsuchte und deren dunkle Gedanken sie nicht einmal mehr gänzlich zu erhellen wusste. Das Leben ging weiter, wie auch die Sonne weiter strahlte, doch es war falsch klamm und der Verlust lag zu tief im Herzen, weit entfernt von tröstendem Licht.
Es kamen Neue, doch auch jene Befreiten wussten die Lücke noch nicht zu füllen, die der Verlust von Yazuac, Daren und Rulivia hinterlassen hatte. Einige, wie Leda und Nemo, gingen, flohen vor der verräterisch lächelnden Sonne und versuchten ihr Seelenheim anderswo zu finden. All dies sollte in den vergangenen vier Wochen nicht verblassen. Wie eine schwärende Wunde hatte sich die Furcht vor dem neuen, dennoch so altbekannten Feind, in ihr Fleisch gegraben. Die Trauer, der Verlust, sich wie ein erstickendes Netz darüber gelegt. Nichts davon hatte einen Alltag zugelassen, obwohl doch genau dieser so dringend gebraucht wurde.

Skyrim hatte sein Bestes getan das Rudel zusammen zu halten, während der Rudelrat selbst doch so sehr angefangen hatte zu bröckeln. Silthrim, welche in ihrer Trauer beinahe zu einem Problem geworden wäre, schien sich inzwischen wieder gefangen zu haben und vielleicht sogar mehr als das. Aus Schock, Trauer und Stress hatte sich für die silberne Läuferin jedoch eine neue Aufgabe entwickelt. Erwartete sie doch im jetzigen Winter - so ganz untypisch für einen normalen Wolf - ihren ersten Wurf Welpen. Manitu hatte nicht nur einen großen Teil seines Ansehens verloren, sondern auch seine Ziehtochter und war demnach ebenso gepeinigter gewesen.

Jeder wusste, dass es weitergehen musste. Doch es war schwer. Ihr eigener Wald schien nicht mehr so sicher, wie noch am Anfang vermutet. Erstrecht nicht für Welpen. Der Rudelrat hatte jeden Wolf angewiesen, überschüssiges Futter zu verbuddeln und für spätere Zeiten zu horten, ebenso waren Patrouillen losgeschickt worden, um die Sicheheit des Rudels zu gewährleisten. Auch heute waren zwei Gruppen losgeschickt worden. Eine sollte dem nicht enden wollenden, leichten Hundegeruch nachgehen, welcher immer wieder vom Revier der Verruchten herüber wehte. Was geschah dort? Die andere Gruppe war in das Hügelland hinauf geschickt worden um nach einer eventuell geeigneten Wurfhöhle ausschau zu halten. Vermutlich war es das trockene Wetter gewesen, welches ihnen dabei in die Pfoten gespielt hatte und einen neuen, gänzlich unerkundeten Höhleneingang freigelegt hatte. Doch was mochte sich darin verbergen?


_ _ _ _ _ _
VERRUCHTE


Entgegen aller voreiliger Vermutungen. Wolf und Hund. Wer hätte das gedacht? Niemand der Verruchten stellte Lannecs seltsame Allianz in Frage, auch wenn die Meute vermutlich nicht gerade gelassen wirkte. Es war eine seltsame Zweckgemeinschaft, eine schwelende Glut in ihrer Mitte. Ein Glück, dass von den Verruchten vermutlich eh niemand den Frieden kannte und Glückseligkeit immer schon ein ziemlich weit entfernter Begriff war. Noch waren die Lager geteilt, die Stimmung angespannt und das Miteinander eine ziemlich schwierige Sache. Wie sollten sie sich auch verstehen? Wölfe und Hunde… Vielleicht mochten sie entfernt miteinander verwandt sein, doch was brachten einem schon Gemeinsamkeiten wie eine feuchte Nase und Pfoten? In ihren Herzen trugen sie verschiedene Kerben, der Takt war nicht der gleiche und ihre Absichten? Wer konnte das schon sagen? Konnte Lannec es überhaupt?
Auch wenn Niemand ihren Anführer in Frage stellte, so wunderten sie sich doch. Munkelten im geheimen und vielleicht hatte es auch manch wagemutige Schnauze gewagt, den Silbergrauen direkt darauf anzusprechen, doch noch hüllte sich Lannec in Schweigen. Eine Stille, die dem zusammengewürfelten Haufen sicherlich nicht unbedingt ein Segen war.

Doch sie sollten nicht so viel nachdenken. Sie sollten zusammenarbeiten, ein Team sein, auch wenn es dem Leitwolf selbst nicht immer einfach viel, seine eigentlichen Feinde in der Nähe zu wissen. Doch er zwang sich zur Geduld, wie auch alle anderen Geduld haben sollten. Immer wieder schickte der Silberne Wolf und Hund gemeinsam auf Patrouille, zwang sie dazu miteinander umzugehen und sich zu verstehen. Wirkte es? Das konnte wohl noch niemand genau sagen. Auch heute hatte er Wolf und Hund wieder ausgesandt, gemeinsam sollten sie die Reviergrenzen beobachten und Auffälligkeiten melden. Es war so still bei den Sweet Nightmare. Zu still. Was ging da vor sich?

01.07.2017 12:42

Nightmare

THEMENSTARTER

Zugehörigkeit
ALLWISSEND

Alter
UNENDLICH



  zitieren •• ändern •• melden •• IP ansehen •• UP

XVII. Wer Wind sät, wird Sturm ernten



Anderthalb Jahre zogen ins Land. Anderthalb Jahre, die erstaunlich ruhig vonstatten gingen. Anfangs vermutete man zumindest auf der Seite der Sweet Nightmare einen Hinterhalt der Verruchten, doch die Tage und Nächte vergingen, ohne, dass etwas an dieser Grenze geschah. Man glaubte nicht daran, das verruchte Pack endlich in die Flucht geschlagen zu haben und in Ruhe leben zu können und trotzdem verhärtete sich unsicher der Verdacht, dass sie verschwunden waren – so lange jedenfalls, bis man sie wieder wie einem Schatten gleich an den Grenzen erspähen konnte und die normale Vorsicht walten ließ.
Währenddessen lernte der Nachwuchs von Kasuka und Liaryl weitere Verwandte ihrer mütterlichen Seite kennen. Sie hatten einen weiten Weg auf sich genommen und baten nun um Liaryls Hilfe, die schließlich widerwillig zustimmte, das Rudel vorerst Kasuka zu überlassen und zurückzukehren, wenn sich die Lage zuhause beruhigt hatte. Cirian entschloss sich dazu, seine Mutter zu begleiten und ließ seine drei Geschwister allein zurück. Angespornt vom Aufbruch seines Bruders entschloss sich auch Kalien kurze Zeit später, sein Schicksal doch selbst in die Pfoten zu nehmen. Nach einem kurzen Abschied machte er sich auf die Suche nach Dastan und den Vera Sacrum. Dass sein älterer Bruder vor ihm gegangen war, spielte ihm in die Karten, denn so hatte er eine weitaus deutlichere Fährte, der er folgen konnte als die Mantas und ihres Gefolges, von denen mittlerweile kaum mehr eine Duftspur zeugte. So zogen die Monate an den Wölfen vorbei, die nach dem Aufbruch ihrer Leitwölfin noch enger zusammen rutschten.

Auch bei den Waldläufern verging die Zeit ohne große Zwischenfälle. Kheos verabschiedete sich noch bevor die Welpen das Licht der Welt erblickten. Gegen aller Erwartungen schafften sie es auch mit einer (helfenden?) Pfote weniger, den ersten Wurf Silthrims trotz harter Zeiten ohne Verluste durch die dunkle Jahreszeit zu bringen. Durch den Wurf und der Verabschiedung Mantius aus dem Rudelrat allerdings rückte das diplomatische Rudel immer mehr in ein normales Rudelsystem, denn so blieben lediglich Skyrim und Silthrim im Rudelrat zurück. Die frisch gebackenen Eltern allerdings hatten kein Problem mit ihrer neuen alten Rolle. Aus den Angelegenheiten der übrigen Rudel hielten sie sich heraus. Mehr als seltene Treffen an den Rudelgrenzen verband sie nicht mit ihren Rudelnachbarn.

Auf der Seite der Verruchten blieb es tatsächlich still – allerdings nicht, weil sie plötzlich ihre Meinung geändert hatten. Dass Iscar sich recht schnell wieder davon machte, missfiel zwar Lannec und seinem Plan, war aber zu verkraften. Sie lauerten auf ein Ziel, auf das sie sich im Stillen vorbereiteten. Die seltenen Besuche an der Grenze zu den Sweet Nightmare waren kein mangelndes Interesse, sondern viel mehr eine Vorbereitung ihres Plans. Die beiden Welpen wuchsen zu kräftigen Wölfen heran und unterstützten ihren Vater tatkräftig und manchmal auch ziemlich skrupellos bei der Rudelleitung. Allerdings hatten sie zunehmende Beuteknappheit zu beklagen, die manche Zeiten recht schwierig gestalteten...

Und dann schließlich sahen sie ihre Zeit gekommen. Es dämmerte an diesem Juliabend und der Himmel war wolkenverhangen. Immer wieder hatte es leichte Regenschauer gegeben und die Nässe, die sich in den Baumkronen hielt, bot ihrem Plan ein wenig Schutz. Die Beute im Revier der Verruchten war mittlerweile so knapp geworden, dass es keinen Sinn mehr machte, das Revier zu halten: Besonders nicht, wenn das Nachbarrevier doch ohnehin viel verlockender war als das eigene. Kaum, dass die Sonne den Horizont komplett verlassen hatte, übertrat das verruchte Pack die Grenze und überraschten die Sweet Nightmare gnadenlos. Ein Kampf entbrannte, der beide Seiten an die Grenzen ihrer Kräfte brachte und Opfer forderte. Doch das Rudel der Sweet Nightmare gab sich erst geschlagen, als ihr Leitwolf fiel. Lannec gelang es, Kasuka in einem Zweikampf knapp zu besiegen und das verfeindete Rudel damit in eine ungewisse Zukunft zu schicken. Auch der alte Lucigar überstand die Konfontation nicht und erlitt noch vor Ort den Verletzungen, die er sich bei der Verteidigung des Rudels zugezogen hatte. Ebenso erging es Morrigan auf der Seite der Verruchten. Die Sweet Nightmare zogen sich angeschlagen zurück und mussten ihr Revier widerwillig an ihre Feinde abtreten. Aber wenigstens war es nicht kampflos geschehen...

_ _ _ _ _ _
WALDLÄUFER & SWEET NIGHTMARE


Der Kampf an sich bleibt bei den Waldläufern unbemerkt – anders als die Eindringlinge an ihrer Reviergrenze. Ivany, Cezar und Hiraeth entdecken ihre überfallenen und verletzten Sweet Nightmare nur wenige hundert Meter von der Reviergrenze entfernt. Der Welpen wegen birgt es ein Risiko, die Heimatlosen in ihre Reihen aufzunehmen, doch schließlich entscheidet man sich doch gemeinsam dafür, ihnen Hilfe anzubieten und sie zum Rudelplatz zu führen. Dort dauert es nicht lange, bis die Sweet Nightmare erschöpft unter den wachsamen Augen der Waldläufer zusammenbrechen. Die Nacht nutzen die Gastgeber, um sich darüber klar zu werden, was der Übergriff der Verruchten für sie zu bedeuten hat. Als der Tag anbricht, spiegelt auch der wolkenverhangene, fast schon düstere Himmel die Geschehnisse der Nacht wieder. Während ein Teil der Waldläufer loszieht um ein wenig Beute zu beschaffen, macht sich bei den übrigen Mitgliedern der Sweet Nightmare allmählich die Gewissheit breit, dass nichts mehr so werden würde, wie es war. Sie waren heimaltlos, hatten ihr Revier im Kampf verloren und mit ihm einen Teil ihrer Familie. Bei den Welpen der Waldläufer hingegen verbreitet sich die Nachricht, dass sie Besuch hatten, wie ein Lauffeuer. Ihre Neugierde war vielleicht gerade wegen des Verbotes, sich den Fremden zu nähern, unstillbar.


_ _ _ _ _ _
VERRUCHTE

Die Verruchten haben trotz ihres Sieges eine wenig erholsame Nacht. In den frühen Morgenstunden erliegt auch Lannec, der Leitwolf des zusammengewachsenen Rudels, seinen schweren Verletzungen, die er sich im Kampf mit Kasuka zugezogen hatte. Damit hinterlässt er nicht nur ein komplettes Rudel in einer vollkommen neuen Situation, sondern auch Tochter und Sohn mit einer Aufgabe, bei der bisher fraglich war, ob sie ihr schon vollkommen gewachsen waren. Zurück bleibt nicht nur Wut ihrem besiegten Feinden gegenüber, sondern auch keinerlei Zeit für Erholung. Das neu erkämpfte Revier will markiert und verteidigt werden. Die Natur nimmt keinerlei Rücksicht auf Verletzungen – ganz gleich ob physisch oder psychisch. Jeder also, der nicht zu schwer verletzt ist, wird dazu angetrieben, bei den Markierungen zu helfen. Die Frage ist nur: Bleibt man zusammen oder teilt man sich trotz der Verwundbarkeit auf – und noch besser: wer fällt überhaupt diese Entscheidung? Ganz klar ist aber, dass die Flucht der Sweet Nightmare in die Richtung der Waldläufer dabei ganz gewiss nicht unbemerkt bleiben würde.

01.07.2017 12:48
 
Neues Thema erstellen Antwort erstellen