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Das Wetter schien die Situationen widerzuspiegeln. Aufgeheizt. Gefährlich. Doch wie sollte es auch besser werden? Hatten sie doch alle ihre Schlachten zu schlagen. Der zurückliegende Kampf… eine unklare Rangfolge, neues Rudel - wo zur Hölle sollte man da nur als Erstes hinschauen?

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Anderthalb Jahre sind seit dem letzten Plot vergangen. Es ist Mitte Juli und langsam erkämpft sich die Sonne ihren Weg an den Horizont. Bei düsterem, wolkenverhangenem Himmel herrschen drückende Temperaturen, welche den Wölfen nach dem gestrigen Kampf zusätzlich zusetzen.

seit: 17. Januar 2007
SWEET NIGHTMARE » Rollenspiel » b e t w e e n . h e a v e n . a n d . h e l l . » S e c h s t e s . J a h r . » Sommer » XVII. Wer Wind sät, wird Sturm ernten » [SN + WA] XVII. Wer Wind sät, wird Sturm ernten » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Autor
Beitrag

Numa

Schönheit des Morasts

Zugehörigkeit
Chaosteam

Alter
5 Jahre

Größe
75 cm

Weitere
Ciel

Spieler
Morti



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Iqniq | Manitu | Calem | Lilith | Corvin



Numa hatte sich einen ruhigen Abend gewünscht. Die Erschöpfung hing immer noch in seinen Läufen, weswegen er auch sehr froh war, dass Manitu einen anderen nach Isak fragte. Aufstehen wollte Numa gerade nicht unbedingt. Und neben der körperlichen Schwere, waren da auch die Gedanken des Moorwolfes die immer noch schwer und düster waren. Neben der Angst um den Zustand Cyans, fürchtete er auch der andere konnte mitbekommen, dass er anwesend war und auf ihn zukommen. Am meisten Angst vor diesem Szenario hatte Numa davor was er dann wohl tun und sagen würde, jetzt da er zu erschöpft war um dem alten Freund gegenüber zu treten. Er wusste, dass er ziemlich harsch und unfair sein konnte und das Cyan dieses Verhalten schnell einmal falsch deutete. Höchstwahrscheinlich würde er versuchen ihn grob zu vertreiben...

Passend zu Numas Gedanken trat eine zierliche silberne Fähe auf die Bühne. Ihrem Geruch und ihren Wunden nach zu urteilen ein Mitglied der Sweet Nightmare und ihnen nicht gerade freundlich gesinnt. Verständlicherweise. Trotzdem konnte Numa nicht ganz umhin sich etwas darüber zu amüsieren. Ihre schneidenden Worte und ihr kalter Blick konnte dem Moorwolf nicht imponieren, was sie vermutlich selbst wusste.
Als Iqniq ein Heulen ausstieß mit welchem er Isak dazu bewegen wollte zu ihm zu kommen, sah sich Numa schon vor der silbernen Aufbauen und ihr eine Lehre erteilen. Die Fantasie ging so weit, dass er sich von der Kleineren attackieren ließ ohne sich zu wehren und ihr die Frage stellte, wer hier wohl der Bösewicht war. Doch Numa war zu müde um diese Gedanken schnell genug in die Tat umzusetzen, da hatte auch Iqniq die Silberne bemerkt und sich an seiner statt vor ihr aufgebaut.
Und sowieso passierte ab diesem Moment viel zu viel wenn es nach Numas Geschmack ging. Der Rote, bei näherer Betrachtung grimmig dreinblickende Rüde, gesellte sich nun ebenfalls raschen Schrittes zu ihnen um seinen Senf zu der ganzen Sache zu geben.

Numa erhob sich, wenn auch etwas widerwillig um sich schräg hinter Iqniq zu positionieren. Für den Fall der Fälle. Und auch weil die Worte des Rote ihnen beiden galten, als auch der Silbernen. Es gab allerdings letzendlich keinen Grund diese Stellung einzunehmen, denn für die gesprochenen Worte fand Numa keinen Widerspruch, sie waren absolut nachvollziehbar. Und Numa musste sich eingestehen, dass er im Moment gar nicht daran gedacht hatte, dass Iqniqs Ruf eine dumme Idee sein könnte, obwohl sein Kopf nachwievor voll war vom Geruch nach Krankheit und Wunden. Wie dumm von mir.
Ein Seitenblick zu Iqniq zeigte Numa, dass jener mit der Situation ganz und gar nicht zufrieden war und mit den Gedanken nachwievor bei Isak - der endlich auch einmal auftauchen könnte - vermutlich bald ins nächste Fettnäpfchen treten würde. Etwas, dass es zu unterbinden galt.
Als der nächste Rüde, der das Gefühl hatte jemanden verteidigen zu müssen auf die Bühne trat, hatte es Numa allmählich satt und merkte, dass er endlich auch einmal den Fang aufmachen musste wenn er wollte, dass der ganze Zirkus ein Ende fand.

"Nichts zu entschuldigen, nach dem was ihr hinter euch habt ist es nur verständlich mit äußerster Vorsicht zu reagieren." Meinte er mit einem etwas gezwungenen Lächeln zu dem silbernen Geschwisterpaar, bevor er sich wieder Iqniq zuwand. Der Wunsch für etwas körperliche Aktion, wie er sie sich vorher mit der Silbernen vorgestellt hatte wohnte noch immer in ihm und Iqniq war zudem derjenige den er für den ganzen Tumult hier die Schuld gab, genug Gründe etwas handgreiflich zu werden.
So bäumte sich Numa mit einem Mal über dem Freund auf um ihm danach, den Überraschungsmoment nutzend mit seinem Gewicht zu Boden zu bringen und auf ihm liegen zu bleiben. Da war es wieder, dass schelmische Lächeln, dass zu ihm gehörte wie seine Rute. Den Fang vorgeschoben zu Iqniq Ohr flüsterte er beschwichtigend:

"Zugegeben ich hätte vermutlich genauso reagiert wie du, aber du hast mir hier jetzt etwas zuviel Tumult angerichtet, der Alpha schaut schon. Daher bleib erstmal liegen, Isak kommt sicher gleich." Daraufhin zwickte er ihm nocheinmal neckisch ins Ohr um seinen Standpunkt zu untermalen.

"Ich denke, dass Isak nach diesem Ausruf von ganz allein kommen wird, davon abgesehne war das Geheul zu überhaupt nichts gut wenn ihr Iqniq jetzt zu Isak führt." Sagte Numa dann, den blauäugigen Rüden fixierend. Den Blick nocheinmal in die Runde schweifen lassend holte er etwas weiter aus um alle Gemüter um sich herum etwas zu besänftigen.
"Iqniq ist etwas übereifrig, er und sein bester Freund haben sich seit zwei Jahren nicht gesehen", den Roten ins Auge fassend sprach Numa weiter. "Deshalb denkt er auch er hat das Recht Isak herumzukommandieren." Hatte er so gesehen auch, dachte Numa. Aber sie bewegten sich hier trotzdem auf etwas dünnen Eis und er wollte nicht sofort wieder verjagt werden so ganz ohne Rast.


14.02.2018 20:15

Manitu

Wesen der Ruhe

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
6 Jahre

Größe
72 cm

Weitere
Chesmol, Midnight, Aelrun

Spieler
Midi



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Lilith & Iqniq & Calem & Corvin & Skyrim & Numa



Sobald er anfing zu erzählen, erhielt er die volle Aufmerksamkeit des Beigen, der die Ohren spitzte. Die besten Neuigkeiten berichtete Manitu ihm nicht. Ganz erschrocken weiteten sich seine Augen bei der Erwähnung von Cyan und verloren auch im Weiteren nicht an Größe. Dass in Bezug auf die Leitung des Rudels und wie es sich auf das Rudel auswirkte ein Missverständnis entstand, bemerkte der Braune gar nicht. Obwohl Skyrim und Silthrím das Rudel als Paar leiteten, war es dennoch keine Alleinherrschaft wie bei anderen Rudeln, wie Manitu fand. Bedauernd begegnete er dem Blick es sehr betroffen wirkenden Numa. Manitu wünschte wirklich, er hätte ihm bessere Neuigkeiten erzählen können und leider überkam ihn das Gefühl mit Cyans Erwähnung in eine schmierige Pfütze getreten zu sein. Eigentlich holte er bereits Luft, um Numa etwas zu Fragen, da dieser kein Wort hervorbrachte und Manitu Sorge hatte, ihn zu sehr verschreckt zu haben.
Aber da fragte Numa bereits nach Cyan – keinen anderen Wolf konnte er meinen. Leider durchschnitt Iqniqs Frage die Luft, die scheinbar ganz einfach aus ihm herausplatzte, wodurch die Frage seines Freundes völlig unter ging.
Dafür erhielt der Helle eine Antwort, die ihm sichtlich gefiel. Zufrieden mit dieser Auskunft, streckte Manitu den Kopf in die Luft und regelte sich ein wenig. Bei allem Kopfrecken entdeckte er den gesuchten Rüden nicht, weshalb er Calem nach besagtem fragte. Natürlich hätte Manitu auch aufstehen und sich mit den anderen beiden auf die Suche begeben, aber sein Bauchgefühl sagte ihm, dass er besser liegen blieb. Die beiden beendeten gerade erst ihre Reise und ihn selbst plagte ehrlicherweise ebenfalls das Sehnen nach Entspannung. Und falls Calem den weißen Rüden von seiner Position aus sah und es ihnen mitteilte, vielleicht sogar dem Gesuchten ansprach… Wobei Manitu mit einer kleinen Auskunft völlig zufrieden wäre, zumal er von Calem nicht mehr erwartete. Ein paar Tage kannte er den rötlichen schon. Er mochte den gerne miesepetrigen Wolf, dem manchmal jedes Wort zu viel war, dass man sagte und wusste ganz gut, wo dessen Grenzen lagen. Dennoch verschätzte er sich gerne mal, was diese Calem-Grenzen betraf. Den misstrauischen Blick aus schmalen Augen belächelte Manitu dabei ganz gelassen. Woher sollte sein Rudelkamerad auch um seine Bekanntschaft mit Numa wissen?
Ein lautstarkes Geheul übertönte das Schweigen, in dem Manitu auf eine Antwort von Calem wartete. Missbilligend sah er wieder zu Iqniq. Die Aufregung des Rüdens konnte er verstehen, nur ging das doch zu weit. Wäre hier eine heile Welt und kein kleines Chaos, hätte man über diese Handlung gewiss lächeln können. Aber jetzt war es absolut unangebracht.

Iqniq, hör auf!, sprach er warnend, aber es ging im Geheul unter. Manitu war im Begriff sich zu erheben und den anderen durch eine Handlung zum Aufhören zu bringen, als eine graue Fähe aufkreuzte, die Iqniq sogar bemerkte und spätestens mit ihren schneidenden Worten gänzlich unterbrach. Daraufhin setzte Manitu einen Schritt in ihre Richtung.

Lilith, mahnte er die junge Fähe in sachtem Ton, die er als jene betrübte Fähe von vor ein paar Stunden wiedererkannte, die neben Keilir lag. Da plauzte Iqniq bereits los und machte sich vor der Grauen groß. In der Kehle des braunen stieg ein leises Grummeln auf und er knurrte:

Es reicht, alle beide!

Keine drei Sekunden später stand Calem bei ihnen. Ein frustrierter Seufzer entglitt Manitu, während Calem sich an Lilith und dann an Iqniq wandte. Im Grunde sagte er, was Manitu ebenfalls auf der Zunge lag. Zumal niemand einen Streit brauchte, noch dazu einen so unnötigen. Musste das jetzt wirklich sein? Aufmerksam zuckten seine Ohren in die Richtung jedes anwesenden Wolfes. Auf der Suche nach kleinsten Anzeichen für eine Wendung im geschehen, beobachtete er alles ganz genau, ließ keine Bewegung unbemerkt. Die leichte Anspannung reichte von der Nasen- bis in die Schwanzspitze, denn trotz Calems Worten hegte er Sorge, dass die beiden Hitzköpfe weitermachten. Keinen von beiden kannte er.
Corvin, der an Liliths Seite auftauchte, versuchte die Situation zu beruhigen und bot an, zusammen mit seine Schwester und dem Hellen zu Isak zu gehen. Auch Numa, der nicht weniger unglücklich über die Situation wirkte, als Manitu sich fühlte, ergriff nun das Wort und richtete es an Corvin.
Überrascht beobachtete er, wie er seinen Freund körperlich und verbal zurechtwies. Sein Lächeln bewirkte bei Manitu, dass sich seine Lefzen zu einem leichten, versöhnlichen Lächeln verzogen. Er war kein Wolf des langen Nachtragens und wenn sie die Situation friedlich lösten, wollte er dazu beitragen, statt sich schimpfend quer zu stellen. Wieder kehrte eine ernste Miene zurück auf sein Gesicht und er richtete das Wort an Numa. Die in Brauntönen gestalteten Augen schimmerten dabei nicht unfreundlich, was dem ganzen etwas Sanfteres gab, ohne den Ernst zu nehmen.

Die unbändige Freude, den lange vermissten Freund wiederzusehen, verstehe ich vollkommen. Aber das Heulen ging schlicht zu weit, bei allem Verständnis für seine Situation. Ich denke jedoch, dass er das mittlerweile verstanden haben dürfte und sich fortan passend verhalten wird.

Erwartungsvoll fixierte er den auf den Boden gedrückten Wolf. Zeigte Iqniq, dass er verstand und verhielt sich entsprechend, dürfte diese Versammlung auch ein Ende finden und Skyrim die Sorge um das Geschehen nehmen. Sein Freund sollte sich lieber um seine Familie und dazu kranke Tochter kümmern, statt seine Zeit mit sinnlosen Streitereien zu vergeuden. Irgendwie beschlich Manitu das unbestimmte Gefühl, dass Calem ganz ähnliche Gründe hatte, einzuschreiten. Oder ging es ihm lediglich um seine eigene Ruhe? Aber dann hätte er auch davongehen und die Hitzköpfe streiten lassen können.

[bedauert, Numa nicht besseres erzählen zu können | wartet auf Calems Antwort, nach der Antwort an Iqniq | nicht erfreut über Iqniqs Heulen & Liliths Auftritt | stimmt Calem zu & Frustration | hört Corvin & Numa an | überrascht von Numas Handlung | richtet das Wort an Numa und letztlich an Iqniq | erwartet Reaktion von Iqniq]


14.02.2018 22:55

Lilith

Silberschein des Mondes

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
65cm

Spieler
Shaty



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Rudelplatzgruppe



Nur mit Mühe konnte die kleine Fähe ein weiteres Grollen - welches sich tief in ihrer Brust anzubahnen drohte - zurückhalten.. das Nackenfell stand ihr zu Berge. Sie war sprachlos ob der Dreistigkeit des ihr Unbekannten, doch zum Glück nahmen ihr eine Vielzahl von Wölfen das Sprechen ohnehin ab.

Zum Ersten kam eine leise Mahnung des roten Rüden, auf dem immer noch ihr eisiger Blick lag, der nun jedoch einem verwirrten wich.. woher kannte der denn ihren Namen? Nur ganz dunkel tauchte in ihrer Erinnerung ein Bild von ihm und Keilir auf.. und das obwohl die Begegnung noch gar nicht lange zurück lag. Sie konnte dem Gesicht des Rüden jedenfalls keinen Namen zuordnen und das wurmte sie ein wenig.

Aber sie hatte keine Zeit sich groß darüber Gedanken zu machen, denn nun meldete sich auch der grimmige Rüde zu Wort, den die alte Lilith wohl as „Brummbär“ bezeichnet hätte und ihn bestimmt belehren hätte wollen, dass die Welt voller Heiterkeit und Regenbögen war. Doch die neue Lilith sah in ihm den einzig rationalen Wolf unter den Anwesenden (sie eingeschlossen.. ihr war durchaus selbst bewusst, dass ihr Gemütszustand alles andere als stabil war) und sie war dankbar für sein Einschreiten. Auch weil er sie nicht behandelte wie ein rohes Ei, sondern ihr seine Meinung ins Gesicht sagte.. er hatte ja recht. Skyrim würde niemals seine eigene Familie in Gefahr bringen.

Sie wollte ihre Abwehrhaltung gerade aufgeben, als sich noch jemand zu der seltsamen Gruppe gesellte.. Corvin. Das kurze Gefühl der Freude, das in ihr aufflammte als sie ihn sah wurde sofort von seinen Worten im Keim erstickt. Bitte was?! Entsetzt sah sie ihren Bruder an.

„Was zum..?!“ Ihre Stimme brach und es fühlte sich an als säße anstelle ihres Herzens ein eisiger Klumpen hinter ihren Rippen.. Leas Flämmchen hatte keine Chance. Wie konnte Corvin sie nur so verraten? Er sah, dass sie sich für einen Freund einsetzte und das erste was ihm einfiel, war sich für sie zu entschuldigen? Hatte er überhaupt für eine Sekunde daran gedacht für sie Partei zu ergreifen? Lilith biss ihre Zähne so fest zusammen, dass sie Blut schmeckte und ihr wurde schlecht. Nur mit eiserner Willenskraft konnte sie ein würgen unterdrücken und mit einem Mal fühlte sie sich so schrecklich einsam wie schon lange nicht mehr. „Du hast nicht das Recht dich für MEIN Verhalten zu entschuldigen, oder mich einfach so vorzustellen.. schon gar nicht in einer Situation wie dieser, in der ich unserem Gegenüber OFFENSICHTLICH misstraue. Wie kannst du nur so naiv sein, nach allem was wir durchgemacht haben?“

Verdammt.. sie hatte ihre Stimme eigentlich nicht erneut erheben wollen. Enttäuscht von allem schloss sie ihre Augen und machte ein paar Schritte zurück, den Kopf gesenkt.. sie hatte keine Tränen mehr übrig, aber ihre Augen brannten. Erst die Worte des hübschen Grauäugigen mit den Narben ließen sie wieder aufhorchen. Er war der Einzige, der tatsächlich ihre Frage beantwortet hatte und sie schaffte sogar ein klitzekleines, dankbares Lächeln. Langjährige Freunde also.. warum hatte dieser Iqniq das denn nicht erwähnen können, wo doch sich Lilith doch eindeutig große Sorgen um seinen Freund machte? Sie wollte doch nichts anderes, als dass der Rest ihres Rudels nun in Sicherheit war.. war das denn so verwerflich?

{ findet Iqniqs Reaktion absolut unpassend | verwirrt, dass Manitu sie mit Namen kennt | freut sich, dass Calem einspringt | völlig entgeistert über Corvins Auftritt | dankt Numa still für das Beantworten ihrer Frage }


Hymne der Nacht
In deinem Namen wurde gefeiert, getrauert, geliebt und gelacht
Jetzt sind wir da, wo keiner von uns war. Rastlos waren wir, die jahre hängen uns noch lange nach. Alles was wir haben das sind wir. Worauf wir warten das ist hier. Siehst du die zeichen? Liebe und Zorn. Alles was bleibt ist eine flucht nach vorn. Und dein Lied bleibt für immer unsre Hymne der Nacht

14.02.2018 23:58

Isak

hymn for the missing

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare.

Alter
4 Jahre.

Größe
76 Zentimeter.

Weitere
Farcas & Panya.

Spieler
Minze.



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Kahina


Im Gegensatz zu Kahina hatte er heute zu genau gesehen, wer übrig geblieben war. Er wusste, dass sie bloß noch ein Bruchteil dessen waren, was die Sweet Nightmare einst gewesen waren. Corvin und Lilith, die mit dem alten Revier wahrscheinlich so viel verband, wie Kahina, Kahire und Cyan. Und Aska und er, die sich hier zwar heimisch fühlten, aber beide wussten, wie es war, unterwegs zu sein und fernab des Ortes zu leben, an dem sie geboren worden waren. Wie genau es seiner Schwester ging, wusste er nicht, aber so, wie er sie einschätzte, handhabte sie das Thema ähnlich wie er. Man dachte gern zurück, aber der Antrieb, zurückzulaufen, blieb aus. Sie hatten ihr Leben – hier. Und das war es, was Isak ebenfalls zu schützen versuchte, ohne blindlinks in weitere Verluste hineinzulaufen. Wenn es nach ihm ging, war die Zeit des Krieges mit Kasukas Fall vorbei. Aber dafür mussten sie schon selbst sorgen, denn darauf verlassen, dass es den Verruchten ähnlich ging, konnten sie sich nicht. Immerhin war es schon lange kein Zwist mehr zwischen den beiden Leitwölfen gewesen – sie hatten dafür gesorgt, dass die Fehde zwischen den Rudeln so tief saß, dass keine Freundschaft mehr keimen konnte. Zu viele Wölfe hatten dafür sterben müssen. Das musste ein Ende haben. Vordergründig allerdings lauschte er Kahina, während seine Gedanken im Hintergrund umherspinnten. Natürlich hatte sie Recht, aber das war nichts, worauf Isak wirklich viel wert legte. Dass Kahina sich nach solcher Sicherheit sehnte, war ihm bisher gar nicht so richtig aufgefallen. Für ihn war stets die Sicherheit ausreichend gewesen, seinen Freund an seiner Seite zu wissen – und im jetzigen Falle wäre es das Rudel gewesen. Seine Familie eben. Aber das schien den sesshaften Wölfen nicht zu reichen.

„Man wandert den Herden hinterher.“, erklärte er knapp. „Aber ansonsten hast du natürlich Recht. Das ist ein Abstrich, den man machen muss.“

Man hörte ihm jetzt bereits an, dass sie ihm den Wind deutlich aus den Segeln genommen hatte. Seine Ohren waren zurückgedreht und sein Blick leicht gesenkt. Erst, als er ihre Berührung an der Wange spürte, hob sich zumindest der Blick aus seinen Seelenspiegeln wieder auf ihre Höhe, ehe er den Kopf in ihre Richtung wandte. Sie musste sich für nichts entschuldigen. Er war nicht der Entscheidungsträger und wenn sie nicht darüber diskutierten, würden sie niemals eine Lösung finden. Sie waren unterschiedliche Leben gewohnt, hatten unterschiedliches erlebt. Nur war Isak damals bereit gewesen, die andere Seite kennenzulernen.

„Dir muss nichts leidtun.“, erwiderte er energisch und rang sich ein Lächeln ab. Er musste ihr nicht verheimlichen, dass es ihm nicht gefiel, dass sie so darüber dachte, aber auf der anderen Seite beleuchtete sie auch die negativen Aspekte, die er gar nicht mehr so vor Augen hatte, weil er sie eben bereitwillig in Kauf nahm. Sein Lächeln wurde ehrlicher. „Ist doch besser, wenn wir nicht bloß Optimisten, sondern auch Kritiker haben.“

Isak zupfte ihr kurz an der Wange, ehe er gähnte. Einen kurzen Augenblick kehrte Ruhe ein, ehe er sich dazu entschloss, das Bild, von dem Kahina gesprochen hatte, vielleicht noch etwas weiterzuzeichnen. Nicht, um sie weiter überzeugen zu wollen, sondern um sie abzulenken.

„Dort draußen gibt es so viel zu entdecken. Hast du beispielsweise schon mal einen ertrunkenen Wald -“

Er hatte gar nicht gemerkt, wie ihn seine Vorderläufe ruckartig nach oben geschoben hatten. Halb sitzend, halb liegend hatte er die Ohren gespitzt und lauschte dem Heulen, welches unweit entfernt seine Herkunft haben musste. Verdammt, versuchten ihm seine Sinne da etwa wirklich einen Streich zu spielen? Bekam er Fieber, dass er sich Stimmen einbildete, die unmöglich da sein konnten?

„Hast du das auch gehört?“

Er war angespannt und sein Fell hatte sich gesträubt. Ein kurzes Kopfschütteln folgte, mit dem er sich selbst zur Ruhe mahnte und daran erinnerte, dass sein Kopf wohl einfach noch nicht wieder richtig funktionierte. Nicht, dass das Heulen nicht dagewesen wäre, aber die Stimme musste er einfach verwechseln. Er bließ kräftig die Luft aus, ehe er sich ein wenig schwerfällig erhob und zu Kahina hinunterblickte. Der Helle neigte den Kopf leicht zur Seite und spielte unsicher mit den Ohren.

„Kommst du mit oder willst du dir etwa entgehen lassen, was ich offenbar wieder ausgefressen habe?“

Immerhin hatte er keine Ahnung, wer jetzt so dringend mit ihm reden wollte – vorallem worüber? Er erinnerte sich nicht daran, etwas ausgefressen zu haben. Kahina fragte er nicht, weil er sie dazu ermutigen wollte, sich zu bewegen. In seiner Stimme schwang deutlich mit, dass er eigentlich nicht allein gehen wollte. Was auch immer er erwartete – er wusste nicht, ob es gut oder schlecht war.

{ abseits | will dem Ruf folgen und hofft auf Kahinas Begleitung }


15.02.2018 13:43

Kahina

verzauberte Stromschnellen

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
2 Jahre

Größe
71 cm

Weitere
Asarim



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Isak - dann allein



Weiterhin skeptisch hörte sie seiner Beschreibung zu, war dennoch nicht sonderlich überzeugt. Ein ganzes Rudel, ohne Revier einer Herde folgend? Das erste was ihr dazu in den Sinn kam, war dass sie sicherlich ständig durch irgendwelche Reviere rennen würden und vielleicht sogar in diesen wildern mussten. Es konnte doch nicht sein, dass Isak der erste war, der auf so eine Idee kam. Nein, wenn sie versuchte das ganze logisch in Betracht zu ziehen, wollte ihr diese Idee am Ende nicht als Lösung erscheinen. Nicht als eine Dauerlösung für ein ganzen Rudel... trotzdem war sie auch ein wenig neugierig, was die Anderen dazu sagen würden. Am Ende war sie nur etwas übervorsichtig?
Als Isak ihr beteuerte, dass alles in Ordnung war, lächelte sie ihn kurz froh an und nickte. Die Stille die nun eintrat empfand Kahina nicht als unangenehm. Einfach Ruhe. Trotzdem war sie auch nicht böse darum, dass Isak nach einiger Zeit begann Dinge zu beschreiben, die er gelesen hatte. Lächelnd legte Kahina daher den Kopf ab und schloss die Augen, um sich alles vorzustellen, was er mit seinen Worten in ihren Kopf zeichnete.
Ein ferner Ruf beendete diese imaginäre Reise jedoch ziemlich schnell. Automatisch zuckte auch Kahinas Kopf nach oben, was ihre geschundenen Muskeln mit unangenehmen Ziehen und ihr Kopf mit leichtem Schwindel quittierten. Demensprechend brauchte sie auch einen Moment, um sich wieder zu fassen. Isaks erste Frage überhörte sie daher unabsichtlich.
Es beunruhigte sie, was auch immer dieser Ruf zu bedeuten hatte und unter normalen Umständen, hätte sie nichtmal auf Isaks Frage gewartet, sondern wäre einfach los gelaufen. Nun jedoch musste sie eine zerknirschtes Lächeln aufsetzen.

"Ich glaube ich kann dir da nicht zur Seite stehen, also hopp, mach dich auf den Weg, dann kannst du mir später berichten was los war."

Sie machte zur verstärkung noch eine auffordernde Geste mit dem Kopf, also ob sie ihn schubsen würde.
Sie hatte heute bereits einmal versucht zu laufen. Es war nicht gut gegangen. Ihr blieb keine andere Wahl als vorerst liegen zu bleiben. Vorallem, da sie nicht abschätzen konnte wie weit der Weg ging und was sie erwartete. Es war einfacher, Isak einfach los zu schicken, als zu versuchen ihn zu begleiten. Außerdem wollte sie nicht nocheinmal so ein Drama machen wie zuletzt mit Calem.

( Gespräch mit Isak | schickt ihn alleine fort )



Danke Mutti und Paps *-*

16.02.2018 13:01

Isak

hymn for the missing

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare.

Alter
4 Jahre.

Größe
76 Zentimeter.

Weitere
Farcas & Panya.

Spieler
Minze.



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Lilith, Corvin, Manitu, Calem, Numa, Iqniq & Skyrim


Auch, wenn er sich um den Schalk in seiner Stimme bemühte, sah man ihm an, dass er nicht so recht wusste, was er davon halten sollte. Er war kein Entscheidungsträger, also war die Option, dass man deshalb mit ihm sprechen wollte, schon einmal raus. Viel getan hatte er heute auch nicht, was Grund gewesen wäre, ihn derart herbeizuordern. Hatte er es sich vielleicht wirklich nicht eingebildet? Aber wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass er ausgerechnet jetzt hier auftauchte? Der sonst so spontane Rüde zögerte noch immer, ob nun wegen seiner Verfassung oder aus anderen Gründen. Für einen kurzen Moment wünschte er sich seine Schwester herbei – sie hätte er zumindest fragen können, ob auch ihr diese Stimme so verdammt bekannt vor kam. Letztendlich würde er es erfahren, wenn er doch nur endlich aufstehen und nachsehen würde. Ohne Kahina, wie sich herausstellte. Unruhig spielte er mit den Ohren, warf der jüngeren Wölfin allerdings ein knappes, verständnisvolles Nicken zu (er wusste ja schon, warum Miss Vorwitz nicht in erster Reihe stand), ehe er sich gänzlich auf die Pfoten hievte. Das Liegen hatte gutgetan, doch jetzt schienen seine Läufe noch mehr zu protestieren als davor, als er schlaflos umhergewandert war. Steifbeinig machte er sich auf den kurzen Weg zurück zum Rudelplatz.

Kaum hatte er das Geäst hinter sich gelassen, hinter dem Kahina Ruhe gesucht und gefunden hatte, blieb er abermals stehen, um sich zu orientieren. Allerdings dauerte es nur einen Wimpernschlag, bis ihm der Tumult um eine größere Gruppe Wölfe auffiel, der unweigerlich damit zutun haben musste. Mit einem Seufzen setzte er sich wieder in Bewegung und bemühte sich um einen etwas runderen Gang. In vorderster Reihe erkannte er Lilith, die alles andere als glücklich aussah, neben ihr der rötliche Rüde der Waldläufer. Vor ihr stand der graue Pelz Corvins, der ihm den Blick auf die dahinter befindlichen Wölfe versperrte. Also beschleunigte er seinen Schritt energisch. Auch, wenn er die Worte nicht genau hörte, schien Lilith ihrer Stimmlage nach aufgebracht und verletzt. Innerlich seufzte er erneut. Eigentlich hatte er sich etwas Ruhe erhofft, aber darauf musste er wohl noch weiterhin verzichten. Dem Rudel zuliebe. Seinem Rudel zuliebe.

„Was ist hier los?“, erhob er die Stimme, als er bei ihnen ankam und berührte die graue Elin beruhigend mit der Nase an der Flanke. Auf dieser Höhe blieb er auch stehen.

Sein Blick lag schließlich auf Corvin, dem er neben Lilith in dieser Runde das meiste Vertrauen entgegenbrachte, denn andere Mitglieder der Sweet Nightmare konnte er auf die Schnelle nicht ausmachen.


{ folgt dem Ruf | bleibt knapp hinter Lilith stehen und fragt, was los ist }


16.02.2018 14:25

Iqniq

Mitglied

Alter
vier Jahre

Größe
78 cm

Weitere
Yazren, Juniper

Spieler
Hannah



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Lilith, Corvin, Manitu, Calem, Numa, Skyrim, Isak


Zeit. Nichts ist unendlicher und begrenzter zugleich. Sie rückt so unbarmherzig voran und man verpasst so viel durch den Gedanken, dass man genug davon hat. Genau deshalb entschloss sich Iqniq kurzerhand nach Isak zu rufen, nicht erst nach ihm zu suchen, sondern ihn direkt wissen zu lassen, dass er da war. Es war kein Reflex, auch kein Impuls, lediglich die Tatsache, dass Warten Zeitverschwendung war. Und man soll sich Zeit für Dinge nehmen, die einen glücklich machen. Isak machte Iqniq glücklich, er tat es jedenfalls für eine sehr lange Zeit. Der verbal aggressive Angriff der Silbernen verletzte ihn auf eine Art, er machte ihm klar, dass Isak sich ein neues Leben aufgebaut hat, in dem Iqniq keinen Platz einnahm. Daher setzte er auch ein selbstgefälliges Lächeln auf, als der rote Rüde, Calem, ihr ebenfalls die Leviten ließ. Der barsche Kommentar in seine Richtung prallte von ihm ab. Er verstand und wollte einfach nicht verstehen, dass die Wölfe in Bezug auf seine Vorfreude vor genannter Wiedervereinigung auf ein solches Unverständnis stießen, Verletzte hin oder her. Seine Stimme trug nicht unbedingt zur Verschlechterung der Wunden bei, da war er sich sicher. Als ein weiterer silberner Wolf, der große Ähnlichkeit mit der frechen Fähe hatte und Skyrim sich zu der ohnehin schon überfüllten Menge mischten, fing der Helle jedoch allmählich an, an der eben noch glorreichen Idee seines Geheuls zu zweifeln. Irgendwie hatte er nicht damit gerechnet, dass das halbe Rudel auflaufen würde, noch vor Isak selbst. Kurz fragte er sich, ob er sich wohl doch die ganze Zeit verhört hatte und die Anwesenheit Isaks nur eine Halluzination seinerseits war, doch die Worte Calems und danach auch die von dem Silbernen bestritten diesen Gedanken sogleich. Auch bestätigte das Gesagte des Silberwolfes Iqniqs Vermutung: Die beiden waren Geschwister. Komisch nur, dass der Rüde dann eher zu einem Fremden hielt anstatt zu seinem eigenen Fleisch und Blut. Das ließ die Silberne so idiotisch dar stehen, dass Iqniq nochmal grinste.. Sein Hochgefühl hielt genau drei Sekunden, bis Numa auf die blöde Idee kam, sich für den Vierjährigen zu entschuldigen, der es doch gar nicht bereute. Er schaute ihn grimmig von der Seite an. Wie fantastisch, dass alle Fremden ihn verteidigten außer sein Freund.

Gerade noch versuchte er sich Worte in den Mund zu legen, um auf das ganze Geschehen verbal zu reagieren, als ihm seine Beine weggerissen wurden und ihn ein schweres Gewicht zu Boden drückte.

„Heh!“

Missmutig lauschte er Numas Stimme, er hatte ja keine andere Wahl. Das ganze sah von außen betrachtet bestimmt zum Schreien komisch aus. Auch die Worte seines Freundes machte die Sache irgendwie zweideutiger, als sie war. Der Alpha schaut schon. Iqniq grunzte amüsiert, da ihm jegliche Luft zum Lachen fehlte und wackelte mit den Ohren. Als der Moorwolf sich endlich von ihm löste, eventuell war er nicht der Leichteste, setzte sich Iqniq entgegen Numas Anweisung aufrecht hin. Liegen bleiben würde er bestimmt nicht. Dann würde er so aussehen wie ein Kaninchen im Fuchsbau. Doch seinen weiteren Sätzen stimmte er, leider, doch zu. Auch denen von Manitu. Zugeben wollte sein Stolz dies aber nicht. Daher brummte er nur unverständlich eine Zustimmung.
Dann unterbrach eine Stimme die Meute und blendete für Iqniq sofort alle Nebengeräusche aus. Die Stimme konnte nur einem Wolf gehören! Die unglaubliche Freude in seinem Blick sprach Bände, doch seine Beine hielt er vorerst still. Ein breites Grinsen drohte sein helles Gesicht zu spalten, seine Rute pendelte wild hin und her. Ein Feuerwerk aus Impulsen jagte durch seinen kräftigen Körper, als er seinen Kopf blitzartig erhöhte.

„Isak!“, rief er laut über alle Fremden hinweg.


16.02.2018 20:25

Calem

through the rain

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
6 Jahre

Größe
83 cm

Weitere
Nodin, Aska



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Lilith, Corvin, Manitu, Numa, Iqniq, Isak, Skyrim



Calem hob skeptisch eine Braue, als der Nächste angedackelt kam und sich neben Prinzessin Ohnezahn aufbaute. Wider Erwarten jedoch nicht, um ihr beizuspringen, sondern um sie vor versammelter Mannschaft so richtig schön zu blamieren. Klang ja fast so, als wäre sie nicht mehr ganz zurechnungsfähig und ihr Bruder war gleichzeitig auch der Wärter, der die Irre auf Freigang wieder einsammelte. Er schnaubte amüsiert und hob die Braue dann noch weiter, als der vernarbte Fremde das Chaos zum Anlass nahm, seinen vorlauten Kumpel nicht nur an-, sondern gleich umzuspringen. Offensichtlich dachte er, ihnen ging es hier vor allem um Isaks Sicherheit und Würde, gerade letzteres könnte Calem allerdings nicht egaler sein.

„Meinetwegen könnt ihr ihn herumkommandieren, so viel ihr wollt, solange ihr uns Anderen dabei nicht auf den Sack geht,“ erwiderte er charmant wie eh und je.

Damit war das Thema für ihn im Prinzip erledigt, zumal Manitu noch nachlegte und ihnen eine reichlich oberlehrerhafte Predigt hielt. Das war in seinen Augen Strafe genug, denn etwas demütigenderes als eine Belehrung ausgerechnet von Manitu wäre selbst Calem kaum eingefallen. Vielleicht eine Belehrung von Manitu und Prinz Peinlich. Zumindest was Eloquenz anging, nahmen die beiden sich scheinbar nicht sonderlich viel. Angesichts des großzügigen Vorschlags, dass ausgerechnet er und seine verstörte Schwester die Fremden zu Isak führen sollten, schnaubte er lediglich. Calem argwöhnte prompt, dass der Silberne sich vielleicht nur möglichst schnell wieder vom Acker machen wollte, ohne sein Gesicht zu verlieren – vorzugsweise ehe seine Schwester ihm in selbiges springen konnte.

„Die Mühe kannst du dir sparen“, stimmte er dem Narbengesicht trocken zu. „Schneeflöckchen 1 und 2 werden hier garantiert sowieso jeden Moment antanzen.“

Lange warten mussten sie nicht. Noch während der Silberne sich die verdiente Schelte von seiner Schwester abholte, kam Isak auch schon angetrabt. Nur um dann ganz antiklimatisch direkt wieder stehenzubleiben und verwirrt in die Runde zu fragen, was denn überhaupt los sei. Spätestens jetzt war der Moment gekommen, an dem er seinen Kopf am liebsten gegen den nächstbesten Baum gehauen hätte. Oder noch besser, auf den Grund einer Klippe. Scheinbar befand sich Prinzessin Ohnezahn hier in bester Gesellschaft, zwischen den ganzen Irren. Tja, so gut konnten sie wohl doch nicht befreundet sein, wenn er den alten Knaben nicht mal erkannte. Was für eine berührende Begegnung. Aber selbst wenn die beiden Krawallbrüder schamlos übertrieben hatten – dass hier zwei Fremde standen, hätte Schneeflöckchen doch sicherlich auffallen können. Woran lag es also? Blind? Dumm? Blind und dumm? Kopfschüttelnd wandte der Rote sich ab und kehrte damit der reichlich absurden Szene den Hintern zu. Er hatte vorerst genug gesehen und gehört.

[Rudelplatz, entfernt sich wieder von der Gruppe]


on the wrong side of fantasy
I'm a vagabond just wandering along, passing time in reverie. I don't bet much at all but don't get me wrong, I played the cards that were dealt to me. Still I find myself in some town burning the pillars of tradition down, waking up on the wrong side of fantasy. - - - - - - - - -

16.02.2018 22:32

Cyan

Herbstgestöber

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
5 Jahre

Größe
84 cm

Weitere
Maeva | Skyrim

Spieler
Les



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Kahina



Nein, loslassen hieß ganz sicher nicht vergessen, doch würde es früher oder später dennoch dazu kommen. Cyan und Isak waren nicht die Einzigen, die über das Schicksal des Rudels entscheiden konnten, weshalb er nur leicht zustimmend nickte aber schwieg. Sein Freund wirkte ausgelaugt und müde – wie sie es alle taten. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt um sich über so etwas Wichtiges zu unterhalten. Dafür brauchten sie Kraft und vor allem einen klaren Kopf. All die Verletzungen setzten dem Herbstwolf immer noch zu und ließen ihn nur lahmend vorankommen.

Nach Manis Ankunft hatten sie inngehalten und er hatte seinen „Bekannten“ vorgestellt. Fast bewegungslos stand der Herbstwolf da und musterte sein Gegenüber eine ganze Weile, wobei die Ohren ab und an zur Seite schnippten. Cyan hatte nicht vergessen und so einiges von Damals tat ihm mehr als leid, doch inzwischen war einiges an Zeit ins Land gezogen, weshalb er den Bunten zu einem späteren Zeitpunkt aufsuchen würde um über einiges zu sprechen. Er dachte, da würde sicher von beiden Seiten einiges an Redebedarf bestehen, weshalb er ihm vorerst nur leicht zunickte und dabei sachte die Lefzen hob. Auf die Aussage, dass er sich über seine Anwesenheit freute, weiteten sich nur kurz die Augen, ehe er den Kopf in die Schräge gleiten ließ und ihm schweigend zustimmte. Es tat gut den Braunpelz wiederzusehen, auch wenn es nur vorrübergehend sein sollte.


Nachdem sich die kleine Gruppe gelöst hatte, war Cyan einfach immer umhergelaufen. Mit jedem Schritt, den er tat, kehrte mehr Kraft in seinen Körper zurück. Die stete Bewegung lockerte langsam die Muskeln und ließ es sogar zu, dass er nach einer ausgedehnten Pause Jagd auf einen am Boden sitzenden Vogel machen konnte. Das Federvieh schien ebenfalls verletzt oder zumindest schwächlich zu sein, weshalb er verhältnismäßig leichtes Spiel gehabt hatte.
Etwas schneller als zuvor kehrte er in die Nähe des Rudelplatztes zurück und fand dabei Kahina, nach der er gesucht hatte. Bei ihr angekommen, legte er das tote Tier vor ihr ab und ließ sich auf der Hinterhand nieder.

„Hey, wie geht es dir? Bist du hungrig?“

Dabei stupste er den mitgebrachten Vogel an und schob ihn noch ein Stück weiter in ihre Richtung. Wer gesund werden wollte, musste auch genügend Kraft dafür besitzen. Der Zustand seiner jüngeren Halbschwester bereitete ihm große Sorge und stellte nur ein weiteres Sinnbild für all die Sinnlosigkeit dieses Konfliktes dar. Die Verruchten waren völlig verrückt geworden…


17.02.2018 12:21

Aska

Siren's Call

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
62 cm

Weitere
Nodin, Calem



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Kahire



Kahires Anblick hätte sie normalerweise direkt wieder demoralisiert, doch jetzt machte es sie auf unbestimmte Weise eher wütend. Wütend in erster Linie auf die Verruchten, aber auch auf Cyrano, Dastan und alle anderen, die sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht hatten. Wütend auch auf sich selbst und alle anderen, die sich dermaßen hängenließen. Natürlich konnte die Silberne nichts dafür, dass sie sich elend fühlte, aber es half auch nicht, immer weiter in diesem gähnenden, schwarzen Loch zu kauern. Und wenn niemand sonst es tat, musste sie sie eben selbst irgendwie herauszerren. Nur wie? Im Grunde ihres Herzens hätte sie sich doch selbst jemanden gewünscht, an den sie sich jetzt anlehnen konnte. Jemanden, den es jetzt nicht mehr gab. Sie waren auf sich selbst gestellt.

„Ich auch“, erwiderte sie leise. „Genau wie Lucigar. Aber sie hätten nicht gewollt, dass wir uns jetzt so hängenlassen.“

Entschlossen straffte die kleine Fähe die Schultern, überbrückte die letzten Schritte und stupste die Silberne energisch an.

„Steh auf“, forderte sie, erst sanft, dann fester. „Steh auf. Komm. Es tut dir nicht gut, dauernd herumzuliegen.“

Sie wusste selbst noch nicht so genau, was sie dann mit Kahire anfangen sollte, selbst wenn sie wieder auf die Beine kam. Vielleicht nach Kahina sehen, die Welpen beobachten oder einfach nur einen Spaziergang machen. Es spielte auch keine Rolle. Sie wusste nur, dass sie sie nicht hier liegen lassen wollte, winselnd und mit der Schnauze im Dreck. Das konnte nicht gut für sie sein. Das laute Heulen, das plötzlich über den Rudelplatz hallte, bot ihr schließlich den perfekten Anlass.

„Hörst du? Das Leben geht weiter, ob mit oder ohne uns.“

Aufmerksam spielte sie mit den Ohren und versuchte zu entscheiden, ob sie dem Ruf ebenfalls folgen sollte. Wer wollte da so dringend mit ihrem Bruder sprechen? Ausgerechnet Isak. Die Stimme klang fremd, gleichzeitig aber doch irgendwie vertraut. Ihre Pfoten kribbelten prompt und sie hatte gute Lust, schnurstracks loszulaufen, Fieber hin oder her. Lediglich Kahire hinderte sie daran. Obwohl die Silberne körperlich deutlich fitter war, wirkte sie dennoch so zerbrechlich und hilfsbedürftig, dass sie sie nicht allein zurücklassen wollte.


[will dem Ruf folgen, Kahire aber nicht allein zurücklassen}


sing your song one more time
Let it rain, I don't mind. I'll keep you warm, high and dry. Light your fire and hold you right. And sing your song one more time. Howl at the moon if you want. Hell, you won't be the only one. There's no place that I'd rather be, than at home with you next to me.

17.02.2018 20:32

Cezar

world gone mad

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
1,5 Jahre

Größe
79 Zentimeter

Spieler
Nicky



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Farcas & Yazren



Cezar schwieg eine Weile und hörte der Diskussion zwischen seinem Bruder und Farcas zu. Dem Grauen war es dabei jedoch gar nicht unbedingt um seinen Vater oder dessen Entscheidung gegangen. Auch wenn Yazren und vor allem Farcas sich mit einem Mal vollkommen darin zu verlieren schienen. Aber das war doch gar nicht der Punkt. Es ging doch gerade darum, dass eben NICHT ein Wolf mal eben eine Entscheidung traf und festlegte, dass es zu keinem Treffen kommen würde. Es ging darum, dass… – „…um Entscheidungen unseres Rudels.“ Cezar gab einen zustimmenden Laut von sich. „Eben. Es geht um Entscheidungen UNSERES RUDELS“, bekräftigte der Jungwolf scharf. Wie konnte Farcas so etwas sagen und doch so gegenteilig handeln?

Doch dem Bunten schien es damit nicht genug zu sein, er setzte gleich zu der nächsten langatmigen Predigt an. Cezar liebte und bewunderte Farcas beinahe so sehr wie seinen Vater, schätzte dessen grobe, aber ehrliche Art. Doch gerade jetzt hatte er das Gefühl, dass der Hüne ihn völlig missverstand. Scheiße, alles was recht war, aber ganz so grün war er dann auch mal wieder nicht mehr hinter den Ohren. „Ach, lass doch den ‚Benutz deinen eigenen Kopf‘-Scheiß mal aus dem Spiel. Jeder denkt hier für sich, nur du versuchst uns deine Meinung einzutrichtern!“

Von Mal zu Mal wurde Cezar es mehr leid, dass Farcas sie hier wie die Volldeppen des Rudels behandelte. Ja, beim großen Wald, der Buntpelz war einige Jahre älter als Yazren und er selbst und ja, vielleicht hatte der mit seinem Vater schon Karibus gejagt, als an ihn und seinen Bruder noch nicht einmal zu denken war. Aber Farcas der Buntwolf war verdammt nochmal nicht das Genie dieser großen weiten Erde. Er hatte jedes Recht auf seine Meinung und seine Einschätzung der Lage und Cezar war sogar geneigt ihm zuzustimmen. Ja, verdammt, mit Abstrichen sah er es sogar sehr ähnlich. Aber eine Sache war ihm dabei ein riesiger Dorn in der Pfote. Das Farcas sich aufführte, als hätte er die Weisheit mit dem letzten Lemming gefressen. Ob es zu diesem Treffen nie kommen würde, war nicht seine Entscheidung allein – dass der alte Dickschädel das einsah, war alles, was Cezar wollte. „Mein Vater ist ein großer und weiser Wolf... wie... wie du auch – und das bedeutet nicht, dass ich ihm mein Hirn vor die Pfoten kotze... oder dir, aber das bedeutet, dass ich wissen will, was er dazu sagt. Und meine Mutter... und die anderen Wölfe des Rudels. Weil stell dir vor, vielleicht hält nicht jeder deinen Plan und deine Sicht der Dinge für so unglaublich intelligent, dass sie mit einem Mal als vollendete Tatsachen gelten.“

{Rückweg zum Rudel | diskutiert}


18.02.2018 17:57

Kahire

Wüstenrose

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
5 Jahre

Größe
76 cm

Weitere
Corcas, Vélya, Ahillea

Spieler
Darky



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Aska



Immer noch erschöpft und traurig, blickte sie hinauf zu der Hellen. Blaue Seelenspiegel so tieftraurig. Natürlich hätten sie nicht gewollt, dass man in Mitleid versank, aber das tat Kahire auch nicht, sie versank nicht darin. Nachgeben und versinken waren Unterschiede. Die Wüstenrose gab nur dem körperlichen und seelischen Schmerz nach und brauchte ruhe und eine Pause. Auch wenn ihr Herz und ihre Seele wehtaten, doch eins wusste Kahire bestimmt, niemals würde sie sich einfach hängenlassen. Dazu brauchte ihr Bruder und Kahina sie zu sehr – hoffte die Graue jedenfalls.

Dauernd? Kahire blickte in das helle Gesicht Askas. Ganz leicht verzog sie die Lefzen.

“Ich liege nicht dauernd herum, Aska. Ich bin seit dem Kampf nur auf den Beinen, kümmerte mich um euch, um dich. Ich bin müde, erschöpft und kraftlos. Ich will Schlafen.“ gestand sie ohne die typische Kahire stimme. Da war noch mehr, mehr als erschöpft und müde zu sein. Etwas trauriges, ängstliches in der Stimme. All die Fröhlichkeit war verflogen, würde aber bestimmt wiederkommen – so hoffte sie.

Auch Kahire hörte den Ruf, stellte langsam die Ohren auf, senkte dann aber den Kopf auf die Pfoten.
Ja, das Leben ging weiter und trotzdem dämmerte es nicht mehr sondern hatte sich die Nacht bereits über sie gelegt. Noch der aller letzte Silberstreifen am Horizont. Langsam sanken die Augenlieder zu.

“Geh schon, schau nach was da los ist. Ich komm zurecht!“ Kahire hatte die Augen wieder zu gemacht. Brennend und schwer waren die Lieder, vom weinen und der unendlichen Müdigkeit, die sie übermannt hatte, Schlussendlich doch nicht so stark zu sein, wie sie gedacht hatte. Die Pein einer falschen Entscheidung getroffen zu haben, schnürte ihre Brust enger. Kahire hatte sich alle Wölfe im Rudel aneignen wollen, allen Hilfestellung geben wollen doch nun, nun lag sie selber erschöpft und ausgelaugt im Gebüsch. Nein sie brauchte schlaf.

“Morgen sieht alles besser aus Aska, versprochen!“ murmelte die graue im Halbschlaf und sackte immer wieder weg. Morgen wollte sie mit Cyan und Kahina sprechen, mit Aska und Isak und mit Corvin und Lilith. Morgen wäre ein Tag des Neuanfangs, doch heute Nacht wollte sie erst einmal den Körper schonen und den Geist trauern lassen.

[will nicht | bleibt liegen | hat schmerzen und ist unendlich müde | trauert lieber allein | fordert Aska auf nach schauen zu gehen, was da passiert]


dream of fire
Those dreams that tie two hearts that will never die

19.02.2018 10:14

Silthrim

with every left part of me

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
6 Jahre

Größe
79 cm

Weitere
Corcas | Vélya | Kahire | Ahillea

Spieler
Darky



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Skyrim -> Asarim, Ahillea & Panya | (Touka)



Kaum da, schon wieder verschwunden. Skyrim wirkte so gestresst, obwohl das Rudel doch so viel alleine machen konnte. Farcas war noch nicht wieder zurück, aber Manitu war dort und Calem. Silthrims Ohren drehten sich, sie hatte gerade mal ihre Nase in den dichten Pelz stecken können, doch nun war er dort unten, bei der großen Traube auf dem Rudelplatz.

“Oh Sky“ seufze sie und vermisste ein wenig den Rudelrat. Dann wäre er entlastet und beide konnten auch mal Zeit für sich und die Welpen haben. Zusammen. Sie blickte ihm hinterher. Länger als beabsichtigt. Dort unten befand sich eine Traube von Wölfen. Die beiden grauen, Corvin und Lilith? Damals waren sie so klein, Calem und Manitu und die beiden neuen, ein weißer wie die beiden hellen der Sweet Nightmares und ein dunkler, dessen Farbe und Geruch ihr vage bekannt vorkamen. Viel war von den Nightis nicht mehr geblieben, doch auch ihr Rudel war nicht sonderlich groß. Wie es bei den Verruchten aussah? Sie hatten alle über die Jahre hinweg einbüßen bringen müssen. Yazuac und Daren nur zwei von vielen.

Langsam drehte sich die graue und trabte in die Höhle zu ihren Welpen. Dunkelheit umfing sie und die Augen brauchten einen kurzen Moment, um sich daran zu gewöhnen, ehe ihre breiten Pfoten sich hinter einander weiter setzen.
Kurz blieb sie bei Touka stehen und fühlte mit ihrer Nase die Wärme des Würmchens. Ein glück wurde das Fiber nicht höher. Dann blickte sie auf die drei anderen und schenkte ihnen ein lächeln. Ein wenig versuchte sich Silthrim so hin zu legen, dass sie Touka vom Rest der drei abschirmte und ihre Konzentration sich auf die drei Fähen vor ihr richtete.

“Hallo meine drei Hübschen!“ leise und sanft sprach sie in die Höhle hinein. “War der Tag gut?“ erkundigte sie sich und betrachtete jeden einzelnen. Liebe und führsorge standen in den blauen Augen, am liebsten würde sie sich zu ihnen legen, doch auch Touka gebührte ihre Nähe. Noch wollte sie sich nicht mit dem Gedanken abfinden, Touka aufzugeben.

Mit wedelnder und klopfender Rute beteten sie ihren Kiefer auf die ausgestreckten Vorderbeine und betrachtete jeden ihrer drei. Einen nach dem anderem um ja keinen auszulassen.



[in Gedanken bei Skyrim und dem Rudel | geht in die Höhle zu ihren Welpen | fragt nach ihrem Tag]

19.02.2018 10:34

Corvin

Junger Narbenwolf

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
83 cm

Spieler
Sarah



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Lilith & Manitu & Iqniq & Numa & Skyrim & Calem & Isak --> dann alleine (anspielbar)



Corvin schaute Numa überrascht an, als dieser ihn zuerst ansprach, es bestand ein Unterschied darin mit Vorsicht zu reagieren oder mit übermäßigem Beschützerinstinkt, auch er wollte vorsichtig sein, da er die beiden Fremden nicht kannte, aber was Lilith da machte, das kannte er einfach nicht von ihr. Er beobachtete überrascht die Szene zwischen Iqniq und Numa und ein leichtes Schmunzeln kletterte auf seine Lefzen, aber plötzlich erstarb dieses. Hinter sich hörte er die Worte seiner Schwester und er drehte abrupt seinen Kopf zu ihr. Seine Ohren legten sich unwillkürlich an und dann drehte er sich langsam komplett zu ihr um, um ihr in die Augen zu sehen. Was erwartete sie ernsthaft von ihm…
Der Rüde seufzte und senkte leicht den Kopf. Er hatte einfach keine Kraft mehr, den ganzen Tag hatte er versucht, Kraft zu haben, sich selbst Stärke zu geben, jedem eine Stütze zu sein, jeden zu verteidigen und für das Rudel zu kämpfen und immer wieder hatte er das Gefühl, dass er keine Hilfe oder besser nur wenig Hilfe bekam. Sie alle waren misstrauisch oder traurig geworden oder hatten sich aufgegeben, er noch nicht. Immer wieder hatte er sich selbst gesagt er musste kämpfen, immer und immer wieder.

Aber wofür kämpfe ich eigentlich?! Wenn selbst meine Schwester mich nicht versteht, ich sollte ihr böse sein, aber ich kann es nicht… Vor all diesen Wölfen, wie kann sie mich nur so bloßstellen…. Wo ist meine Wut hin.... Ich habe einfach keine Kraft mehr…

Schließlich hob er den Kopf wieder und sah in ihre Seelenspiegel, plötzlich hatte er so ein Gefühl, er hatte es einfach nicht verstanden. Sie hatten mal wieder völlig aneinander vorbei gehandelt. Jetzt verstand er langsam, vorsichtig suchte er nach einem letzten Fünkchen Kraft. Er verstand sie, auch er hatte sie bloßgestellt. Ein weiterer Seufzer. Wo war nur seine Stärke hin?! Seine Stimme klang rau und brüchig, als er ihr antwortete:

„Lilith... Entschuldige, das hast du...“

Er wollte nicht falsch verstanden sagen, aber sie hatte sein Verhalten, ja wirklich falsch gedeutet:

„Du hast Recht... Ich wollte nur sicher gehen, dass die Situation nicht eskaliert... Entschuldige bitte...

Immer mehr bröckelt es in ihm, immer tiefer haute sich der stechende Schmerz in sein Herz und bahnte sich zu ihm durch. Er riss die Mauer ein und dann brach alles zusammen.

Es ist vorbei

Corvin senkte enttäuscht von seiner Schwester und sich selbst den Kopf, sie verstanden sich einfach nicht mehr so blind wie früher einmal, vermutlich würde das nie wieder passieren, denn immer wieder stritten sie sich in emotional aufgeheizten Situationen und immer wieder hatte der Silberne das Gefühl, dass das für immer zwischen ihnen beiden stehen würde. Sie hatten einfach nicht gelernt, wie es war, dem anderen einfach mal wirklich blind zu vertrauen. Er selbst hatte keine Kraft mehr, wo war sie nur hin… Ein dicker Kloß bildete sich in Corvins Hals und er spürte wie sich Wasser in seinen Augen sammelte und sein Hals vor Trauer zu brennen began. Lilith hatte es ihm ins Gedächtnis gebrüllt… Lucigar… Kasuka... Kurz schloss Corvin die Augen, suchte nach seiner inneren Kraft, aber immer wieder hallte dieses Wort in ihm wieder Naiv…. Ganz tief in seinem Inneren spürte er die Wut über diese Verletzung in sich, aber nicht einmal mehr dafür hatte er Kraft. Schließlich antwortete er ihr leise und mit brüchiger Stimme, während er nun wieder die Augen geöffnet hatte und weiterhin versuchte die Tränen zurückzudrängen:

„Das was ich gemacht habe hat Nichts mit Naivität zu tun, aber ich vertraue Skyrim und das solltest du auch tun und schließlich sind wir hier nicht zu Hause… Ich habe in diesem Kampf meinen Onkel und meinen Ziehvater verloren…“

Corvin stockte und spürte nun wie die Trauer endgültig durchkam, ja er hatte wirklich keine Kraft mehr, langsam füllten sich seine Augen immer mehr mit Tränen und die ersten beiden fanden ihren Weg heraus in das Fell und verliefen da. Er fühlte sich unglaublich bloßgestellt vor den anderen Wölfen, aber er konnte einfach nicht mehr. Lilith hatte seinen Berg eingerissen, der Berg der immer wieder hatte für das Rudel kämpfen wollen. Schließlich sprach er weiter, die anderen Wölfe konnten nun auch noch den Rest hören, seine Schwester wollte ja anscheinend das er sich bloßstellte und sich erklärte, nun klang seine Stimme noch brüchiger:

„Was glaubst du warum ich hier bin und mich vor dich gestellt habe?! Ich wollte nicht das dir was passiert… Ich weiß zwar das du auf dich alleine aufpassen kannst und das diese Angst irrational ist, aber ich wollte nicht auch noch meine kleine Schwester verlieren…“

Er sah während der ganzen Szene seine Schwester unverwandt an, nun strömten noch mehr Tränen aus seinen Augen… Es war vorbei, der Damm war gebrochen…

„Ich wollte das wir ihn zusammen zu Isak bringen, damit wir gemeinsam aufpassen können…“

Vor allen Dingen aber du, fügte Corvin in Gedanken hinzu, in sich spürte er nun den tiefen Wunsch nach Flucht oder einfach im Boden zu versinken. Da kam plötzlich Isak und verhinderte seine Flucht, aber der Silberne war gebrochen, die von der er nicht erwartet hätte, dass sie es schaffen würde, hatte es geschafft…. Es war vorbei… Alles war vorbei… Schwer schluckte Corvin als Isak ihm diese Frage stellte, die Tränen konnte der Silberne nun nicht mehr unterdrücken, er schaffte es gerade noch dem Weißen zu antworten:

„Da ist ein alter Freund von dir…“

Hier waren nun genug Wölfe die wachten, er wurde hier nicht mehr gebraucht… Aber wer braucht mich überhaupt noch, wenn nicht mal meine eigene Schwester mich versteht?! Langsam setzte der Graue sich in Bewegung, als er an seiner Schwester vorbeihumpelte, drückte er kurz seinen Kopf tief in ihr warmes Fell, es war ihm egal, ob sie das wollte oder nicht, tief sog er ihren Geruch ein, dann zog er seinen Kopf wieder heraus. Seine Augen sahen traurig in ihre Seelenspiegel und dann senkte Corvin den Kopf, die Ohren immer noch flach am Selbigen und dann humpelte langsam weiter. Alles ist vorbei… Wir haben verloren… Immer wieder flammte dieser Gedanke auf, seine Tränen waren versiegt… Vorerst… Einige Wolfslängen abseits ließ Corvin sich langsam nieder und rollte sich dann ein, den Kopf legte er auf die Pfoten und dann kamen die Tränen auch schon wieder….

[spricht zu Llith | ist gebrochen| weint | vergräbt sichließlich seinen Fang in ihrem Fell | antwortet Isak |humpelt weg und rollte sich einige Wolfslängen entfernt von der Gruppe zusammen| weint]


20.02.2018 22:49

Kahina

verzauberte Stromschnellen

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
2 Jahre

Größe
71 cm

Weitere
Asarim



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Isak



Sehnsüchtig schaute sie dem weißen Freund hinterher. Einfach aufstehen und losgehen. In erfahrung bringen was dort los war... automatisch zuckten ihre Läufe und sie konnte einen winzigen Versuch nicht lassen. Vorsichtig versuchte sie sich hoch zu hieven und dabei die linke Schulter außenvor zu lassen. Natürlich ließ der Schmerz nicht lange auf sich warten, aber immerhin: ihre Koordination für diese Aufgabe hatte sich mit den wenigen bisherigen Versuchen bereits gebessert. Sie kam weiter als gedacht, musste jedoch trotzdem am Ende aufgeben. Auch, weil sie hörte wie sich jemand näherte. Sie wollte nicht, dass jemand mitbekam, wie sie hier herumkrauchte. Außerdem war sie auch fast ein bisschen froh, eine Ausrede für sich selbst zu haben, um den Schmerzen der Bewegung zu entgehen. Ihre aufgeblasene Schulter pulsierte dennoch auch noch fröhlich weiter, als Cyan bereits zu ihr trat.
Bemüht, sich nichts anmerken zu lassen, versuchte sie ihn an zu lächeln und wischte sanft mit der Rute ein paar mal über den Boden.
Blinzelnd schaute sie ihm zu, als er einen Vogel vor ihr ablegte und wusste sie sollte sich eigentlich über diese Führsorge freuen. Trotzdem war sie eher verärgert. Nicht auf ihn, eher auf sich und diese Lage. Wie konnte es nur sein, dass sie sich in der Lage einer Hilflosen wiederfand? Sie wollte nicht diejenige sein, an die alle denken mussten, weil sie selbst zu blöd zum Überleben war. Sie wollte nicht diejenige sein, die Hilfe annehmen musste!
...tief Durchatmen... ich kann es nicht ändern, ich mache es nur noch schlimmer, wenn ich mich jetzt nicht freue...
Also quälte sie sich eine noch größere Lächel-Grimasse ab.

"Gehen ist grade nicht so mein Ding."

Humor war zumindesst eine einfachere Lösung, als sich die Blöße zu geben und sinnlos herum zu jammern. Trotzdem musste sie sich als nächstes zur seite lehnen und der ehrlichkeit halber auf das Schenkelstück der Waldläuferbeute zu deuten, welches Isak zuvor mitgebracht hatte. Er hatte es ihr zwar nicht direkt angeboten, aber sie war sich ziemlich sicher, dass er ihn nicht zufällig hier hin gelegt hatte.

"Isak hat vermutlich auch schon etwas in der Art gedacht. Ihr seid sehr lieb, aber ich glaube, ich bekomme im Moment noch nichts herunter. ... Aber wie geht es dir?"

Angriff war ja bekanntlicherweise die beste Verteidigung -ok vielleicht nicht immer, aber in diesem Fall sicherlich- also wartete Kahina nicht, um sich lange über ihre Lage auslassen zu müssen. Lieber wollte sie von Cyan hören, was er über sich und den heutigen Tag zu berichten hatte. Da sie sich nicht selbst umsehen konnte, war es wichtiger denje sich alles erzählen zu lassen und die Berichte im Kopf zusammen zu setzen.


( sieht Isak nach und versucht heimlich aufzustehen | Gespräch mit Cyan )



Danke Mutti und Paps *-*

21.02.2018 17:31

Lilith

Silberschein des Mondes

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare

Alter
4 Jahre

Größe
65cm

Spieler
Shaty



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Rudelplatzgruppe -> Calem



Verständnislos runzelte die Silberfähe ihre Stirn, als aus ihrem Bruder plötzlich ein Häufchen Elend wurde. Was sollte das? Erst stellte er sie als verwirrtes, hilfloses Ding hin und dann wunderte er sich, dass sie sauer war? Seine nächsten Worte besänftigten sie jedoch ein wenig.. immerhin schien er ansatzweise einzusehen, dass er einen Fehler gemacht hatte, auch wenn er beinahe gesagt hätte, dass sie ihn nur falsch verstanden hatte. Wie hätte sie seine Worte bitte anders verstehen sollen?

„Inwiefern hätte die Situation denn eskalieren sollen? Ich habe die Fremden doch nur eine Frage gestellt.. wenn auch bestimmt schroffer als nötig“ Sie schüttelte den Kopf um ihre Gedanken zu sortieren, doch als Corvin erneut sprach, zog sich ihre Brust schmerzlich zusammen. „Glaubst du etwa, du bist der einzige, der in diesem Krieg verloren hat? Auch ich habe meinen Onkel sterben sehen.“

Ihre Augenwinkel brannten, aber sie wollte sich nicht die Blöße geben nun auch noch Tränen zu vergießen.. nicht hier. Nicht jetzt. Sie kräuselte ihren Nasenrücken. Die Worte ihres Bruders waren so verwirrend und gegensätzlich, dass sie am liebsten ihren Kopf gegen den Nächstbesten Baum geschlagen hätte.

„Einerseits sagst du, dass du Skyrim und seiner Entscheidung vertraust, andererseits hast du das Gefühl mich vor den Fremden beschützen zu müssen, nur weil ich ihnen gegenüber einen harschen Tonfall angeschlagen habe. Du hast Recht.. ganz offensichtlich verstehe ich dich ganz und gar nicht“ Ihre Ohren waren flach zurück gelegt und ihr Atem ging so schnell, als wäre sie Meilenweit gelaufen. „Und wenn du so weitermachst wird genau das passieren: Wir werden uns immer weiter entfremden und uns schließlich verlieren“

Mit einer Ruckartigen Bewegung drehte sie sich von dem Rüden weg, dessen Psyche bei diesem Krieg wohl ebenso einen Knacks weg bekommen hatte wie ihre. Vermutlich ging es vielen Mitgliedern der Sweet Nightmare so. Wieder biss die kleine Fähe ihre Zähne so fest zusammen, dass ihr abgebrochener Reißzahn pochte.. Ein Teil von ihr wollte zu Corvin gehen und ihn Trösten, jedoch überwog in diesem Moment ihre Wut auf ihn. Hätte er sich doch nur nicht eingemischt.. oder sich zumindest auf ihre Seite gestellt und sie nicht vor gesammelter Mannschaft als unzurechnungsfähig erklärt. Wieder fragte sie sich, was sich Corve dabei nur gedacht haben konnte? Sie verstand es wirklich nicht.

Sie konnte die vermutlich versöhnlich gemeinte Geste ihres Bruders nicht erwidern.. sie konnte das Gefühl das ihr Bruder ihr misstraute nicht so einfach abschütteln, aber sie wehrte sich auch nicht dagegen. Sie wusste, dass Corvin sich nach ihrem Trost sehnte, jedoch hatte sie keine Kraft dazu, sie beide aufrecht zu halten. Vielleicht war es egoistisch, dass sie erst Mal sich selbst heilen musste.. aber was hätte Corvin davon, wenn sie auch noch zusammenbrach?

„Komm mir nicht wieder hinterher“, ihre Stimme war leise, fast sanft, duldete jedoch keinerlei Widerspruch.

Alleine wollte sie ihren Bruder so aber auch nicht liegen lassen. Am liebsten würde sie Isak bitten, sich um ihren Bruder zu kümmern, da sie es nicht konnte.. er war der einzige hier, dem sie blind vertraute. Da dieser jedoch anscheinend einem alten Freund in die Pfoten gelaufen war, hatte er bestimmt viel mit ihm zu besprechen und schied somit aus. Ihre hellen Augen fielen auf den roten Rüden der Waldläufer, der die Gruppe noch nicht verlassen hatte. Er war Teil des Rudels das sie in der Not aufgenommen hatte.. also ging sie davon aus, dass man ihm vertrauen konnte. Im Vorbeigehen richtete sie ihr Wort an ihn.

(„Es wäre sehr freundlich, wenn du ein Auge auf meinen Bruder haben könntest. Es geht ihm nicht gut und ich bin ihm keine Hilfe“

Ohne eine Antwort abzuwarten lief sie los.. in ihren Augen hatten sich immer noch keine Tränen gesammelt, doch sie brannten so sehr, dass sie sie zusammenkniff - und nicht sah, dass sich jemand in ihrem Weg befand. Unsanft landete sie auf ihrem Hintern.. sie war in den anderen Roten gelaufen, dem der ganze Trubel wohl gehörig auf den Geist gegangen war. Da ihr Zusammenstoß den Größeren kaum erschüttert zu haben schien, hielt sie sich nicht groß mit einer Entschuldigung auf.. ihr brannte etwas anderes auf dem Herzen

„Ich weiß, wir kennen uns nicht.. aber..“ Sie hielt kurz inne und senkte den Blick. „Bring mich hier weg.. bitte“ Sie hatte genug von dem Drama hier. Sie brauchte Abstand von dem Tumult auf dem Rudelplatz und den trauernden Gesichtern. Es war einfach zu viel.

{ kann Corvins Worte und Handlungen einfach nicht nachvollziehen | ist überfordert und im Moment nicht in der Lage, sich um jemanden zu kümmern | bittet Manitu ein Auge auf Corvin zu haben | läuft in Calem | bittet ihn, sie vom Trubel weg zu bringen }


Hymne der Nacht
In deinem Namen wurde gefeiert, getrauert, geliebt und gelacht
Jetzt sind wir da, wo keiner von uns war. Rastlos waren wir, die jahre hängen uns noch lange nach. Alles was wir haben das sind wir. Worauf wir warten das ist hier. Siehst du die zeichen? Liebe und Zorn. Alles was bleibt ist eine flucht nach vorn. Und dein Lied bleibt für immer unsre Hymne der Nacht

21.02.2018 18:25

Numa

Schönheit des Morasts

Zugehörigkeit
Chaosteam

Alter
5 Jahre

Größe
75 cm

Weitere
Ciel

Spieler
Morti



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Rudelplatzgruppe -> Iqniq | Isak | Manitu



Numa war erschöpft, daran hatte sich auch nach seiner kleinen Attacke nichts geändert. Wenn es nach ihm ging konnten diese ganzen fremden Wölfe also ruhig wieder verschwinden und Iqniq, Manitu und ihn alleine auf Isak warten lassen. Ersterer wand sich nun auch ihm zu. Ohne sich von dem Rücken des Freundes zu erheben, wand sich Numa also den braunen Augen Manitus zu. Wollte er ihn nun als nächstes zurechtweisen? Empfand er sein körperliches Eingreifen Iqniq gegenüber als nicht gerechtfertigt? Quatsch er spielte sich ja nur blöd, wenn Iqniq wollte hätte er ihn schon längst von seinem Rücken werfen können.
Manitus Worte waren allerdings gar nicht böser Natur. Er sagte nur nocheinmal was Numa schon vorhin klargestellt hatte. Iqniq hatte bestimmt verstanden, dass es nur um das Heulen gegangen war und hatte mittlerweile Einsicht. Es gab im Grunde nichts mehr zu bereden. Darum nickte der Moorwolf auch nur kurz auf die Worte des Braunen und belies es dabei.

Die Worte der Silbernen rissen Numas Aufmerksamkeit dann wieder in eine andere Richtung. Nachdenklich lauschte er den Worten der Wölfin und besah sich ihrer Mimik und auch jener ihres Bruders. Numa konnte sich nur einen Reim auf die Differenzen der Geschwister machen in dem er die Schuld dabei bei dem Kampf suchte den sie hinter sich hatten. Als er sich die zwei näher besah, fielen im auch die ganzen Wunden deutlicher ins Auge. Der Rüde belastete einen seiner Vorderläufe gar nicht und hatte auch sonst einige Wunden am Körper und der Wölfin ging es da ganz ähnlich. Der abgebrochene Zahn mit der Wunde darüber musste auch ganz schön schmerzen so wie sie in ihrem Zorn die Zähne aufeinanderbiss.

Das Iqniq nicht ganz froh über Numas schlaue Idee war ihn zu Boden zu bringen hatte sich der Moorwolf schon gedacht. Aber, dass er so miesepetrig reagieren würde und dann auch noch so tat als würde er gar nicht erst aufstehen können - gerade so als wäre er ein Schwergewicht - kränkte Numa dann schon ein bisschen. Er hatte erwartet, dass sich sein Freund wehren würde. Eine kleine Rangelei, ein kleines Welzen über den Boden. Zumindest irgend eine Art von Gegenwehr. Aber da war nur wütendes Murmeln und stures resignieren, weshalb sich Numa schließlich vom Körper seines Freundes weg schob und sich wieder auf die Erde sacken ließ. Es war ihm dabei gänzlich egal, dass Iqniq sich sofort wieder angespannt aufsetzte und, dass auch alle anderen um ihn herum standen. Die Not sich aufzusetzen um sih gegenüber der Fremden stärker zu fühlen hatte er nicht.

Und da war er dann endlich. Ein weißer Rüde trat hinter die Silberne - er schien ihr nahe zu stehen wie er sie berührte - und fragte in die Runde was hier vor sich ging. Und gleich nachdem die Stimme fiel schaltete sich Iqniq ein. Im Gegensatz zu den roten Griesgram, der es offenbar urkomisch fand, dass Isak Iqniq nicht gesehen hatte und daraufhin Leine zog, maß Numa dem keine größere Bedeutung zu. Den Freund kurz von der Seite musternd wartete der Moorwolf auf das große Wiedersehen, aber beide Kontrahenten schienen zu breit grinsenden Salzsäulen erstarrt zu sein.

Da war es ja noch spannender das Geschwisterpaar zu beobachten, aber das schien Numa nicht richtig. Der blauäugige Rüde weinte mittlerweile und beiden waren sie so emotional aufgewühlt, dass es kaum mit anzusehen war. Mitleid durchströmte den Ockerfarbenen bei dem Anblick und er musste sofort an Cyan denken. Zwischen ihnen beiden hatte es auch ständig solche Szenen gegeben. Aber er und Cyan hatten sich nie voneinander entfremdet und sich letzendlich verloren. Sie hatten nie zueinander gepasst, waren nie kompatibel gewesen, hatten sich nie verstanden und das hatte er irgendwann einsehen müssen.
Und Cyan war hier! Bei dem Anblick der verwundeten Geschwister wurde die Sorge in Numa zwar neu entflammt, gleichzeitig fürchtete er aber, dass der Trubel auch noch dazu führen könnte, dass der alte Freund nach dem Rechten sehen wollte. Dafür war er gerade einfach viel zu kaputt.

Allmählich schien sich der Trubel allerdings zu legen. Numa betrachtete wie die Silberne kurze Worte an Manitu richtete und dann davon stürmte. Danach tat es ihr Bruder gleich. Jetzt waren sie doch wieder für sich. Numa legte die Läufe übereinander und fasste Iqniq und Isak ins Blickfeld. Konnten die beiden jetzt vielleicht endlich damit anfangen sich in die Arme zu fallen?

"Könntet ihr beiden jetzt endlich übereinander herfallen? Mittlerweile ist keiner mehr übrig, der euch das Sichtfeld versperrt."

Zugegeben die Ungeduld hätte er sich vielleicht sparen können, aber es wurde doch mittlerweile etwas lächerlich. Besänftigend, wie schon die ganze Zeit schickte Numa also ein Lächeln hinterher. Aber eigentlich erwartete er gar nicht, dass die beiden ihn gerade überhaupt wahrnahmen. Er erwartete so missmutig Iqniq ihm gegenüber eben noch gewesen war von ihm vorgestellt zu werden, aber irgendwann würde es dazu auch noch kommen. Numa war ein zu großer Optimist um jetzt so einen Blödsinn zu denken, wie zum Beispiel, dass jetzt wo Isak wieder da war er für Iqniq keine Bedeutung mehr haben könnte. Schwachsinn.


{ löst sich von Iqniq | beobachtet Lilith und Corvin | denkt an Cyan | kann nicht erwarten, dass Isak und Iqniq endlich loslegen }


22.02.2018 22:14

Isak

hymn for the missing

Zugehörigkeit
Sweet Nightmare.

Alter
4 Jahre.

Größe
76 Zentimeter.

Weitere
Farcas & Panya.

Spieler
Minze.



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Manitu, Numa, Iqniq & Skyrim


Hinter Corvin erkannte er Manitu auf den ersten Blick, konzentrierte sich dann aber vorerst auf die beiden Mitglieder seines Rudels. Lilith schien mehr als fertig zu sein und für ihn war es schwierig, die Situation einzuschätzen. Warum war Lilith so aufgewühlt und auch, wenn Corvin mehr oder minder schützend vor ihr stand, schien die Kluft zwischen ihnen fast schon größer als zwischen den beiden und den Waldläufern. Unruhig spielte der Helle mit den Ohren und seufzte innerlich. Erst, als eine Stimme sich über die von Lilith erhob, spitzte er die Lauscher, Ein Heulen war falsch einzuschätzen, aber eine Stimme, die man in jeglicher Tonlage kannte, unverkennbar. Isaks Herz schlug schneller gegen seine Brust. Er sah, wie die unverkennbaren, dreckigen Ohren hinter Corvin aufblitzten, doch die Szene vor ihm erforderte seine Aufmerksamkeit. Es fiel ihm schwer, dem Drang seiner Läufe zu widerstehen, aber vorerst musste er diesen Trieb damit kompensieren, sachte mit der Rute zu pendeln.

Corvin begann zu weinen und Isak wusste nicht, ob es an all dem lag, was sie durchgemacht hatten, oder ob es andere Gründe hatte. Wirklichen Einblick bekam er auch nicht, konnte nur vermuten, dass Iqniq offenbar irgendwie mit hineinspielte. Als vermeintliche Gefahr? Unter anderen Umständen hätte er bei diesem Gedanken wohl angefangen zu kichern. Offensichtlich war es ein Zusammenspiel aus all dem zurückliegenden Stress. Sie waren alle geladen und versuchten, unterschiedlich damit umzugehen. Wohl oder übel würden sie noch einige Tage aneinanderrasseln, bis sie sich alle wieder gefangen hatten. Lilith wendete sich ab, ebenso wie Corvin es tat. Isak hatte dem Rüden leicht zugenickt, als er ihm eine knappe Erklärung gegeben hatte, beobachtete aber, wie sich der gebrochene Körper von ihnen wegschleppte. Lilith verschwand in die andere Richtung. Der Helle wusste, dass es vermutlich richtig gewesen wäre, sich nun wenigstens um einen von ihnen zu kümmern, aber er hatte nicht nur keine Kraft dafür, sondern auch wirklich keine Lust mehr, Auffangbecken für seelisch Gebrochene zu spielen. Er brauchte selbst endlich mal Zeit für sich – aber jetzt erforderte erstmal jemand anderes seine Aufmerksamkeit.

Langsam drehte er den Kopf in Iqniqs Richtung, betrachtete ihn. Zwei Jahre waren vergangen und ausgerechnet jetzt, wo er ihn am besten gebrauchen konnte, hatte er es tatsächlich wieder geschafft, aufzutauchen. Sein Körper war voller Anspannung, voller Freude, seinen Freund wiederzusehen, doch die Last und die Müdigkeit hinderten ihn daran, einfach loszustürmen. Stattdessen schritt er langsam, noch immer etwas steif auf den hellen Pelz zu, den Wolf neben ihm hatte er ausgeblendet. Für manch einen hätte Isaks aufrechte Haltung vielleicht drohend gewirkt, doch das seichte Pendeln seiner Rute verriet seine Absichten. Er schwieg, sah Iqniq geradewegs ins Gesicht, bis sie sich unmittelbar gegenüberstanden. Isak bereitete sich vor, denn er wusste, dass sein Körper sich mit Schmerz für sein Vorhaben revangieren würde.

Mit einem Mal stellte sich der Helle auf die Hinterhand und warf sich gegen den sitzenden Wolf, um ihn umzureißen. Neckend und mit einem kindischen Zorn begleitet zupfte er ihm immer wieder am Wangenfell oder an den Ohren, während er zwischendrin Worte herauspresste.

„DU – ELENDER – LAHMFISCH!“

Lange konnte er nicht über seinem Bruder einer anderen Mutter stehen, sodass er sich kurzerhand ebenfalls fallenließ, ohne den Griff um den Hals des Wolfes zu lösen.

„Zwei Jahre hast du mich warten lassen! Zwei Jahre! Guck doch nur, wie steif und grau ich geworden bin! Zwei Jahre! Bist du im Kreis gelaufen? Ich hab Wurzeln geschlagen in der Zeit! Steif und grau!“

Auch, wenn seine Worte alles Potential der Welt für einen Vorwurf hatten, hätte Iqniq wohl nie einen solchen aus seinem Fang gehört. Er zog ihn auf, ja, aber nicht vorwurfsvoll. Die Freude in seiner Stimme überwog.


{ lässt Corvin und Lilith irritiert ziehen 'begrüßt' Iqniq }


23.02.2018 11:32

Yazren

Foren As

Zugehörigkeit
Waldläufer

Alter
1,5 Jahre

Größe
82 cm

Weitere
Juniper



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Farcas & Cezar



Es geht nicht um die Entscheidung eures Vaters [..] Empört schnappte Yazren nach Luft und ließ sich von Farcas‘ zornigem Blick gar nicht beeindrucken. Na klar geht es um die Entscheidungen ihres Vaters! Denn diese waren die, die zählten. Außerdem waren Skyrim und das Rudel nicht zwei unterschiedliche Komponenten mit verschiedenen Meinungen. Ihr Vater war Leitwolf, er galt als Verbildlichung des Rudels selbst. Wie ein trotziger Welpe schüttelte er wieder und wieder den Kopf, grub seine Krallen in die aufgelockerte Erde und schnaubte wütend. Sieht Farcas denn nicht, dass Cezar und Yazren gerade dies nicht taten? Sie behandelten Skyrim nicht wie einen Monarchen, noch waren sie nicht im Stande Entscheidungen zu fällen. Die Tatsache, dass sie ihren Vater die Entscheidung selbst vorbehalten lassen wollten, wie er selbst auf das Angebot reagieren möchte, was ihn betrifft, ist doch legitim. Es betrifft ihn. Alle drei hatten nicht das Recht, weder Farcas noch seine Sohne selbst, über ihn zu bestimmen. Seine Entscheidungen zu fällen.
All das hatte Yazrens Geduld platzen lassen, daher war er froh, als Cezar sich zu Wort meldete, bevor er wie eine Bombe hochgehen würde. Zustimmend nickte der Waschbär über die strengen Sätze seines Bruders. Er war froh, dass er immer mit ihm rechnen konnte- dass beide sich auch dann noch den Rücken stärken konnten, auch wenn er Farcas vielleicht nicht als weisen Wolf betiteln würde. Im Augenblick glich er eher einem sturen Uralt- Opa, der eigentlich nur die „guten“ alten Zeiten zurück haben will.
„ Und stell dir doch Mal vor wie blamierend es für dich wäre, wenn deine vollendete Entscheidung nur auf Missfallen bei Papa stoßen würde und jeder wüsste, dass du es warst, der die Waldläufer in so eine scheiß Situation gebracht hast. Durch deinen Stolz. Ist es so demütigend für dich jemanden um Rat zu fragen? Jemanden selbst seine eigenen Entscheidungen fällen zu lassen?“ Yazren wusste, dass er provozierte und es besser gewesen wäre, einfach das Thema zu wechseln, um der Disskusion ein Ende zu bereiten, doch es machte einfach zu sehr Spaß.



23.02.2018 18:31
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